30.01.2026, Isla Plana, Camping Los Madriles
Wenn du morgens die Augen aufmachst, aus deinem Schlafzimmerfenster schaust und mit so einem Blick belohnt wirst, kann der Tag nur gut werden!
Morgens ist es immer noch recht kühl - wir haben noch nicht einmal dieses Jahr draußen gefrühstückt. Das Wetter ist längst nicht so gut wie letztes Jahr, wir wollen aber nicht meckern: hier ist es immer noch besser als in den meisten anderen Regionen. Andalusien, früher immer der Garant für Sonne und Wärme, zeigt sich von einer recht unfreundlichen Seite mit Gewitter, Sturm und Kälte. Portugal ist noch mehr betroffen, also sind wir zufrieden und sitzen es aus.
Mittags ist es dann warm und windstill genug, dass wir draußen Kaffee trinken können.
Das Abendessen - Rumfort-Kartoffel-Gemüse-Topf mit Würstchen und Rote Bete - nehmen wir aber wieder in Wombl ein.
Liebling sitzt mal wieder auf dem Dach: dieses mal wegen unserer SAT-Antenne. Schon seit wir vor 3 Jahren einen neuen Stellmotor für unseren LNB bekommen haben, haben wir auf dem TV im Schlafzimmer Pixel - mal mehr, mal weniger. Auch mehrmalige Anrufe bei der Firma haben die Situation nicht verbessert. Also nimmt sich mein Altargeschenk des Problems an. Und richtig: das zweite Antennenkabel ist nicht richtig verschraubt, ein dauernder Wackelkontakt. Da das Kabel aber sehr dünn ist, bricht es bei versuchter Fixierung ganz ab. Also sitzt Liebling im Schneidersitz auf Wombl, bringt das Kabel richtig an, setzt einen Lötpunkt und siehe da: einwandfreies Bild! Das hätten wir auch schon früher haben können...
Den etwas kühlen und windigen Samstagnachmittag verbringen wir dann in Wombl mit lesen, stricken, schlafen und daddeln. Und mit Schokolade zur mentalen Unterstützung.
Essen ist heute ein kurzer Prozess: erst ne Nudel-Reis-Suppe, danach Baguette mit Serranoschinken, Käse und Oliven.
Fleißig waren wir heute: wir haben unser Vorzelt aufgebaut - offiziell sind wir jetzt in den Club der Dauercamper eingetreten. Und das wir, die jahrzehntelang am liebsten frei gestanden sind, heute hier und morgen da, die große Rundreisen gemacht haben, vielleicht mal 3 Nächte am gleichen Ort geblieben sind.
Vor 2 Jahren haben wir einen gehörigen Schuss vor den Bug bekommen, der die Prioritäten verschoben hat. Wir sind froh und dankbar, dass wir wieder unterwegs sein können, die Jagd nach Sehenswürdigkeiten, Städten und Kilometern wurde durch die Freude des Zusammenseins abgelöst. Da scheuen wir uns auch nicht, uns für mehrere Wochen auf einem Platz einzurichten. Unser Tagesablauf ist langsamer geworden, die Entschleunigung tut uns gut und passt sich den veränderten Bedingungen an. Wir haben im Laufe von knapp 30 Jahren so viel erlebt und gesehen, jetzt genießen wir einfach nur das Sein.
Allerdings verzichten wir auf Gartenzwerge. 😉
Zum Essen gibt es Albondigas mit Tagliatelle.
Leider hat alles Daumen drücken nichts geholfen - die Dänen waren die bessere Mannschaft. Silber ist doch auch ein riesiger Erfolg!
02.02.2026, Isla Plana, Camping Los Madriles
Da unser Vorzelt steht, können wir tatsächlich draußen frühstücken - das erste Mal dieses Jahr! Grad schee ischs!
Und weil das Wetter gut ist, bekommt mein Altargeschenk danach zweierlei abgeschnitten: erst die Haare, dann die Zehennägel.
Auch unsere Kaffeestunde findet draußen statt, bis plötzlich Wind aufkommt. Die Wettervorhersage hatte das zwar schon ab morgens mit Böen bis 75km/h prognostiziert, wir wurden aber bis dahin verschont. Plötzlich pfeift es aber mit Macht, das Zelt biegt sich vom Dach her stark durch. Wir schauen uns mit großen Augen an, aber Liebling wäre nicht Liebling, wenn er nicht Abhilfe schaffen würde. Schon steht er mit Abstützstangen da, montiert diese an den Ein/Ausgängen und das Zelt steht wie eine Eins!












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