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Sonntag, 22. Februar 2015

Geburtstagsgeschenk

Eigentlich wollten wir schon lange mit Wombl unterwegs sein. 

Eigentlich.

Doch Pläne machen ist bei Liebling und mir so gut wie unmöglich. Irgendeiner von uns beiden grätscht bestimmt mit seiner Gesundheit dazwischen.

In den letzten eineinhalb Jahren standen meine gesundheitlichen Probleme im Vordergrund - aus unserem Reisemobil mutierte ein Standmobil, von ein paar kurzen Trips mal abgesehen. Die einzigste Zeit, in der Wombl intensiv genutzt wurde, war der letzte Sommer, in dem wir wieder 2 Monate in Fischbach verbracht haben. Aber eben: Standmobil...

Nachdem wegen meiner Erkrankung in der Zwischenzeit die Erwerbsunfähigkeitsrente genehmigt wurde, wollten wir im Januar für 6 - 8 Wochen Richtung Andalusien/Marokko verschwinden - diesmal war es Liebling, der die Pläne zunichte machte. Ende letzen Jahres wurde er mal wieder an der Bandscheibe operiert (ehrlich: es gibt schönere Hobbys...) und war bis letzte Woche in der Reha.

Da es ihm immer noch nicht so besonders gut geht, er noch nicht lange laufen kann und auch noch nix heben soll, ist eine Womotour Wunschdenken. Alleine schon das packen mit Fahrrädern und dgl. geht nicht. Unterwegs immer nur im oder vor Wombl sitzen - nun, dann können wir gleich zuhause bleiben.

Heute morgen beim Frühstück kommt das Thema, ob und wenn ja, wie lange und wohin, wieder auf. Plötzlich meint Liebling: "Wie wäre es, wenn wir über deinen Geburtstag ein oder zwei Wochen weg fliegen. Sonne, Strand, Meer, ein wenig Wellness und alles richtig ausheilen lassen."

Das sind genau die Worte, die mich sofort anspringen lassen: keine Stunde später waren wir draußen auf dem Flughafen. Ne weitere Stunde später haben wir diesen wieder verlassen. Natürlich mit Buchung! :)
In 5 Tagen fliegen wir für 2 Wochen in die Türkei mit allem drum und dran! Über Geburts- und Hochzeitstag! Das ist doch mal ein Geschenk nach meinem Geschmack!!!

Mitte März kommen wir zurück - dann werden wir Wombl packen und nach Italien fahren: die Hoffnung, dass ich dieses Jahr Ostern in Rom verbringen kann, habe ich immer noch!

Das sind doch mal Aussichten! Und bitte nicht wieder irgendeine Blutgrätsche von der Seite!

Sonntag, 25. September 2011

Alcossebre

Heute habe ich das erste Mal einen Internetzugang - die bisherigen Posts habe ich per Smartphone als Mail geschickt. Die Informationen sind da zwangsläufig etwas sparsamer. 

Wir sind in Alcossebre - das liegt zwischen Valencia und Tarragona - auf einem tollen Campingplatz: direkte Aussicht auf Pool und Meer. 

Wir haben noch eine gute Woche Zeit für die Heimfahrt, deshalb werden wir hier erst mal 2-3 Tage bleiben, um Sonne, Strand und Meer zu genießen.

Einen ausführlichen Reisebericht gibt es dann nach unserer Rückkehr. Bis dahin: "Hasta la vista!"

Samstag, 9. Juli 2011

Urlaub Chioggia 2011 Tag 12 - 14

Hier noch die letzten Tage meines Reiseberichtes:
Montag, 20.06.2011 12. Tag

Das Meer hat sich etwas beruhigt – um mit dem Boot raus fahren zu können, ist es trotzdem immer noch viel zu wellig. Also sucht sich jeder die Freizeitbeschäftigung nach seinem Gusto aus. Liebling setzt sich wieder an sein Hörbuch, ich sitze am Schleppi und später hinter meinem Buch und Murkel – ja Murkel kommt plötzlich fahrradfahrenderweise um die Ecke!

Uns fallen beinahe die Augen aus dem Kopf! das Hat ihm keine Ruhe gelassen und so überredet er seinen Freund dazu, mal die Fahrzeuge zu tauschen. Und plötzlich kann er es!
Da kann zuhause ja dann endlich auch sein Geschenk vom Osterhase genutzt werden!
Die Jungs vertreiben sich die Zeit am Pool. Am Meer und mit Fahrrad fahren. Auch ihr Yu-Gi-Oh Kartenspiel, das ich NIEEEE im Leben verstehen werde, kommt nicht zu kurz. Und da sie zusammen höchstens 200! Karten haben *räusper*, geht Opa mit dem Zwerg in den nächsten Spielzeugladen und kauft ihm ein neues Deck + ein Tüte der Karten. Dafür muss er 20! Ocken auf den Tisch legen! *kopfschüttel*

Abends bestellen wir uns Pizza – Murkel nimmt dieses Mal nur eine Margherita und die Pommes extra – bevor er wieder zur Kinderdisco will. Dort kann man nicht nur Eis kaufen, sondern auch diverse Automaten leeren, wenn man erst mit netten Augenaufschlag, bettelnder Anhänglichkeit und einem vielfachen „Bitte“ Oma’s Geldbeutel geplündert hat. Und so pimpe ich dann vor dem zu Bett gehen noch Murkels Arme, Beine und die Brust mit grausligen Klebetatoos auf.

Dienstag, 21.06.2011 13 Tag

Der letzte Tag ist angebrochen und so langsam müssen wir an den Abbau und das Zusammenräumen denken.

Zuerst fahre ich mit Liebling noch nach Sottomarina rein. Auf dem Weg zur Bank bleibe ich in einem Klamottenladen hängen – ohne Hut, T-Shirt, Kleid, Rock und Caprihose wäre mein Kleiderschrank nur halb so schön gewesen! *hüstel*

Dann fange ich mal mit dem Bootsabbau an. Komsch, aufgebaut ist es immer in nullkommanix, der Abbau nimmt immer viel mehr Zeit in Anspruch, da es vorher wieder gründlich geputzt werden muss. Nicht zu fassen, wie viel Wasser unter dem Boden rauskommt, problemlos könnten wir auch einen Sandkasten daraus machen. Bald ist es aber in der Garage verstaut und wir genießen noch einen schönen Nachmittag am Meer, wo der Eiswagen von den Kids wieder mit Gebrüll begrüßt wird. Mehrmals.
 
 
Damit kann man es aushalten, oder?!!! *g*

Abends wird nochmals gegrillt, bevor Voprzeltteppich, Tisch und Stühle auch den Weg in die Garage finden. Ein letztes Mal „Waka Waka“ in der Minidisco und der Zwerg fällt mit gemischten Gefühlen ins Bett – einerseits traurig, dass es morgen heimgeht, andererseits freut er sich wieder auf zuhause!
Mittwoch, 22.06.2011 14 Tag

Das obligatorische Abschiedsbad im Meer bei strahlendem Sonnenschein und morgens schon 22° C muss sein – das gehört einfach schon dazu.

Nach einem tränenreichen Abschied der Jungs und der Bezahlung des Platzes fahren wir um 10 Uhr los. Laut Navi sind wir um ca. 17 Uhr zu Hause. Sollten wir sein. Je weiter wir fahren, desto trüber wird der Himmel.

Kurz vor Mailand stehen wir. 6 Kilometer in 2 ½ Stunden! OK, dann wird es halt 19 Uhr. Nach dem San Bernardino macht uns ein Unwetter einen Strich durch unsere Zeitplanung, da wir im strömenden Regen gerade noch bis zum Ende der Scheinwerfer sehen und bald Schrittgeschwindigkeit fahren müssen. Aber auch das geht vorbei.

Ich rufe SchwieTo an, um ihr mit zu teilen, dass es noch 100 Kilometer sind und wir dann um acht zu Hause sind. Denkste! Direkt nach der Grenze in Sankt Margarethen stehen wir wieder! Bis nach Bregenz!

Und so kommen wir mit einem schlafenden Murkel bei Scheiss Wetter um 21.30 Uhr endlich wieder zu Hause an.

Schön wars!

Dienstag, 21. Juni 2011

Urlaub Chioggis 2011 Tag 10 + 11

Samstag, 18.06.11 10. Tag

Liebling bringt in aller Frühe das Boot an die Slipanlage – solange noch kein Bademeister am Strand ist, kann man es auch problemlos ins Wasser lassen.

Nach dem Frühstück und Wohnungsputz laufen wir am Strand entlang, in einer Tasche Proviant, Sonnenschutz und Badetücher. Das Wetter ist schön und es geht kaum Wind.
An der Schleuse müssen wir einig Minuten warten – es kommen uns nach dem Öffnen 5 Boote entgegen. 
 
 
Nach der Schleuse mündet der Kanal im großen Verlade- und Fischereihafen von Chioggia.
Es ist ein wenig Wind aufgekommen – das Meer wird etwas rauer. Murkel findet die großen Schiffe, an denen wir vorbei tuckern, toll.
 
 
In den Wasserstraßen von Chioggia ist es geschützt und wir begucken uns die Fischerboote ausgiebig. 
 
 
 
 
 
Liebling will über das offene Meer zurück, was mich schon etwas skeptisch schauen lässt. Aber – er ist der Käptn.
 
Je breiter der Kanal wird, desto welliger wird das Meer. Als wir aus dem Hafen von Sottomarina fahren, kommen wir uns vor, wie in einer Nussschale. Die Wellen schlagen übers Boot und lassen es bedenklich schaukeln. Murkel deckt sich mit allen Handtüchern zu und ruft nach Toni, der dafür sorgen soll, dass es ruhiger wird. Und tatsächlich – der Wind lässt nach und wir haben noch eine angenehme Fahrt bis an unsere Slipanlage.

Erwartungsvoll stehen Murkels Freunde schon am Strand. Sie haben eine neue Idee: Sie wollen Muscheln sammeln und die dann auf dem Platz verkaufen.
 
Preisschilder werden geschrieben, die Muscheln nach Größe sortiert und dann mit marktschreierischen „Schöne, frische Muscheln!!!“ lautstark angeboten. Und wirklich: Viele Camper sind so amüsiert über die drei, dass sie Geld verdienen: Am Ende bleiben für jeden 1,32€! Logisch, dass es sofort in Eis und Kaugummi umgesetzt wird!
Später wird gegrillt, bevor es, was auch sonst, wieder in die Minidisco geht. Dort wird heute das Kindersupertalent gesucht. Und das dauert natürlich. Kurz vor Mitternacht fällt Murkel ins Bett – trotz seines eisernen Vorsatzes erlebt er die Geisterstunde allerdings nicht mehr…

Sonntag, 19.06.11 11.Tag

Es ist ein sonniger Tag. Und windig. Sehr windig. Das Meer tobt. 
 
 
Und da der Wind vom Meer kommt, bringt er den Sand mit. Da nützt es auch nicht viel, dass das Tor zum Platz geschlossen wird – in Kürze ist alles mit Sand überpudert. Wo man hintritt, was man anfasst - alles knirscht. 
Den Jungs wehen ihre Karten weg – draußen spielen ist unmöglich. Plötzlich liegen sie alle auf dem Bett und lachen sich über die Maus in „Ratatouille“ scheckig. 
Dazu gehören natürlich Chips und Kaugummi – wieso soll unser Bett auch der einzigste Fleck sein, an dem es nicht knirscht und bröselt…

Am Pool ist es geschützter, so verbringen sie auch noch Zeit dort. Die Animateure geben sich die größte Mühe, die Kinder zu beschäftigen und zu unterhalten.

Abends hat Murkel das erste Mal keine Lust auf Minidisco. 
Also schaut er sich mit Liebling „Brust oder Keule“ mit Louis de Funés an – ihr lautes Lachen ist bestimmt auf dem ganzen Platz zu hören.

Montag, 20. Juni 2011

Toni

Liebling ist der geborene Geschichten-erzähler. In allen Lebenslagen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Wenn es allerdings um seine Kindergeschichten geht, sind diese sehr amüsant.

Als wir vor 20 Jahren das erste Mal mit Lieblingstochter an die Adria fuhren – unsere Maus war damals 8 Jahre alt – hat Liebling die Geschichte vom Fisch Toni erfunden.

Er erzählte Mausi, dass er draußen einen Fisch getroffen habe, der Toni heißt und mit ihm befreundet sein will. Er komme immer mit seiner Frau und seinen Kindern angeschwommen und möchte auch unsere Tochter kennen lernen. Doch leider – jedes Mal, wenn Lieblingstochter den Haiverschnitt sehen wollte, war er gerade nicht da. Liebling erfand die  tollsten Geschichten, was dieser Fisch so alles treibt und Mausi glaubte alles, was ihr so aufgetischt wurde. Sie war nur je nach Stimmung traurig oder sauer, dass sie diesen Fisch nie zu sehen bekam.

Auch die Geschichte, dass Toni uns sogar in den Bodensee gefolgt sei, nahm sie Liebling unbesehen ab.

Jahrelang hielt Liebling diese Geschichte lebendig und Lieblingstochter glaubte vertrauensselig alles, was ihr so erzählt wurde.

Nun sind wir mit Murkel an der Adria und der Fisch Toni erlebt seine Widerauferstehung. Und genauso wie damals Mausi ist auch Murkel total begeistert, dass es eine ganze Fischfamilie gibt, die mit seinem Opa redet. Sind wir mit dem Schlauchboot unterwegs, zeigt er immer ganz aufgeregt in die Richtung, wo er zu sehen glaubt, dass der Fisch sein Maul aus dem Wasser streckt. Am meisten freut er sich, wenn er mich mit seiner Flosse nass spritzt – dass er immer nur das Ergebnis und nicht das Ereignis sieht – wen interessiert das schon…

Morgens, wenn er an den Strand geht, schreit er sein „Guten Morgen, Toni“ aufs Meer hinaus, am Abend wird sich wieder lautstark verabschiedet. Seine größte Angst ist, dass Toni einmal in einem der vielen Fischernetze oder an einer Angel landen könnte. Toni ist natürlich der klügste Fisch ist, trotzdem wird der Zwerg nicht müde, seine Warnungen davor laut hinaus zu rufen.

Im Moment ist er dabei, Toni die Wegbeschreibung in den Bodensee zu erklären – abzureisen und den Fisch nie wieder zu sehen, das geht gar nicht!

Sonntag, 19. Juni 2011

Urlaub Chioggia 2011 Tag 8 + 9

Donnerstag, 16.06.11 8. Tag

Wir radeln wieder nach Chioggia, dieses Mal ist Markt. Murkel bleibt mit seinen Freunden und deren Mama hier – sie machen den Pool unsicher.

Zurück kommen wir mit vollen Taschen – und nichts davon ist für uns, sondern alles für den Zwerg. Eine Badehose, eine Badeshorts, zwei Shirts, ein Hose, eine Hupe für seinen Roller und eine Packung mit martialischem Ninja Spielzeug.
Nach einem leichten Früchtequark geht’s an den Strand. Wo der gerade ankommende Eiswagen sofort von den Kids geentert wird. Na ja, von uns auch ein wenig. Bei einem Riesenbecher mit gaaanz viel frischer Ananas, Vanilleeis, Sahne und Amarenasoße kann ich auch nicht nein sagen!
Und der Abend? As usual – die Kinderdisco gehört einfach schon dazu! Und ein tanzender Murkel ist ein Bild für die Götter!

Freitag, 17.06.11 9. Tag

Murkel fängt schon an zu zählen: „Nur noch 5 mal schlafen, dann müssen wir schon wieder nach Hause! Ich will noch hierbleiben!!!“

Liebling hat das Boot morgens schon zu seinem Liegeplatz gebracht – das Wetter weiß allerdings nicht so genau was es will. Knallende Sonne wechselt sich mit dunklen Wolken, Windböen und Gewittergrollen ab – so bleibt es den ganzen Tag, ohne dass es ein Tröpfchen regnet. Die Wellen sind allerdings so hoch, dass ein rausfahren unmöglich ist.

Also verbringen wir den Tag am Strand, plündern wieder den Eiswagen und lassen die Zwerge eine Sandburg rund um unseren Liegeplatz bauen. Wollen wir über den Burggraben, müssen wir Wegezoll zahlen – in Form von Eis… *g*

An der Tischtennisplatte mischen sich die Zwerge ganz selbstverständlich bei den Jugendlichen mit - und werden freundlich aufgenommen. Riesenfreude bei den Kleinen, als jeder mal ins Finale kommt! *g* 
In der Minidisco abends wird der Zwerg auf die Bühne geholt und darf mit den Animateuren zusammen vortanzen. Er platzt beinahe vor Stolz. Als er nach seinem Namen gefragt wird, gibt er ganz selbstverständlich die italienische Version an (er hat einen italienischen Namen, der allerdings immer eingedeutscht gesprochen wird).
Der Blutmond ist hier imposant zu sehen - leider macht meine Kamera nicht die Bilder, wie ich sie gerne hätte...


Samstag, 18. Juni 2011

Urlaub Chioggia 2011 Tag 5 - 7

Montag, 13.06.11 5. Tag

Gestern Abend wollten wir zumindest mal Nachrichten schauen. Leider wollte das unser Fernseher nicht. „Kein Signal“ war die einzigste Ansage auf dem Schirm. Zu müde, um nach der Ursache zu forschen, verschoben wir dies auf heute morgen.

Liebling will den Receiver aus dem Schrank holen, um zu schauen, ob auch noch alle Kabel drin stecken, als ihm schon ein Schwall Wasser entgegen schießt. Panik! Wasser im Wombl! Und der Receiver platt! Nach vielem Suchen merken wir, dass das Wasser an der Kabeldurchführung der Solaranlage hereinkommt. Offensichtlich war der Wolkenbruch am Samstagvormittag ein wenig zu viel des Guten…

Murkel ist das wurscht, der DVD funktioniert ja trotzdem – und wir dürfen mit eintauchen in ganz spannende Abenteuer der Power Rangers. Oder so.

Da seine neuen Freunde mit ihren Rädern über den Platz fegen, zieht Murkel widerstrebend seinen Roller vor, den er bisher immer mit Verachtung gestraft hat. Und siehe da – es dauert nicht lange und er hängt seine Kumpels ab. Seither wird kein Schritt mehr gelaufen – alles wird nur noch mit dem Roller erledigt.
 
Abends wird gegrillt – Steak und Würstchen, dazu gibt es Spätzle und einen Tomatensalat, anschließend geht es wieder in die Kinderdisco mit den Animateuren. Die Tänze können die Kids schon auswendig und sind mit Feuereifer dabei, nicht ohne enorm wichtige Eispausen einzulegen.
 
Kaum im Womo, fällt dem Zwerg ein, dass er eigentlich noch DVD schauen möchte – er hat ja Ferien und kann ins Bett, wann er will, was er uns überzeugend versichert. Ich schlafe auf jeden Fall mit „Cars“ ein…

Dienstag, 14.06.11 6. Tag

Murkel überrascht uns, indem er sofort nach dem Aufwachen den Frühstückstisch draußen deckt und ist stolz, dass wir uns so freuen. Er holt sogar alleine die Brötchen.
 
Liebling hilft mir, das Boot aus der Garage zu holen. Bisher war es dafür zu windig – die Wellen schlagen hoch und machen ein hinausfahren unmöglich.

Ich bin schon geübt – innerhalb von 30 Minuten steht das Boot schwimmbereit bereit. In der Zwischenzeit haben sich meine Männer an den Pool verzogen – die Ausfahrt verzieht sich also noch. Als wieder etwas Wind aufkommt, verschieben wir sie auf den anderen Tag.

Abends gehen wir in der platzeigenen Pizzeria essen – ich lerne so auch die mit Pommes belegte Pizza kennen, die Murkel begeistert bestellt. Äääähm, ja – Geschmackssache…
Den Abend verbringen wir – richtig geraten – in der Kinderdisco!

Mittwoch, 15.06. 7. Tag

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Toast, O-Saft, Eiern und Speck und für Murkel eine Riesenportion Cornflakes fahren wir nach Chioggia auf den Fischmarkt. In unsere Tasche wandert Haisteak, Calamaresringe, Lachsfilet und Scampis. Ich freu mich schon auf den Abend und auf leckeren gegrillten Fisch! 
Den Nachmittag wollen wir auf dem Wasser verbringen. Wir ziehen das Boot an den Strand, steigen ein und wollen lospaddeln bis hinter die Bojen. Wollen – wohlgemerkt. Plötzlich steht der Bademeister hinter uns im Wasser und hält uns fest. Mit überschlagender Stimme und weitausholenden Gesten erklärt er uns, dass ees verboten ist, mir dem Boot in der Schwimmzone zu fahren. Fahren? Wir wollen nicht fahren, sondern paddeln! Keine Chance!

Ich steige aus, schnapp mir an unserem Platz das Fahrrad und radel zur Rezeption. Der Chef beruhigt mich und meint, wir sollen das Boot am Strand 50 Meter weiter ziehen – da ist der Strand öffentlich, nicht bewacht und das Trailern erlaubt. Na, geht doch!

Wir biegen vom Meer aus in die Brenta ein, fahren die Kanäle entlang, durch eine Schleuse, was Murkel besonders begeistert und tuckern durch Chioggia, das nicht umsonst den Beinamen „Kleinvenedig“ trägt. Es ist genauso von Wasserstraßen durchzogen und sehr malersich.
 
 
Nach 4 Stunden nähern wir uns wieder dem heimatlichen Strand an. Wir nehmen Kurs auf den öffentlichen Teil – und werden prompt vom benachbarten Bademeister aufgehalten. Nur mit Ignoranz, Sturheit und em Überhören der Androhung, die Polizei zu holen, schaffen wir es, das Boot an Land und wieder an unseren Platz zu ziehen.

So hat das keinen Sinn – die Aufregung muss ich nicht jedes Mal haben. Am liebsten würde ich mich sofort wieder ans abpumpen machen. Liebling beruhigt mich und verspricht, nach einer Lösung zu suchen. Er redet nochmals mit dem Bademeister. Wir können morgens um acht das Boot raus fahren, am Ende des Strandes anlegen, von dort aus in See stechen und es abends ab sieben Uhr wieder zurück bringen.

Verstehen muss ich die ganze Bürokratie aber nicht…

Murkel will natürlich keinen Fisch, stattdessen holt ihm der Opa eine Pizza – wieder mit Pommes.