Samstag, 9. Mai 2015

Italien/Frankreich/Spanien 2015 - 31.03 - 06.04.2015

Dienstag 31.03.15 Saint Raphael Cap Roux => Ramatuelle


In den frühen Morgenstunden werde ich wach, weil es um Wombl pfeift. In der Nacht ist ziemlich Wind aufgekommen, die Temperaturen bewegen sich allerdings immer noch um 22°C am Morgen.


Wir wollen heute nach St. Tropez. Als wir ankommen, sehen wir, dass auf dem großen Parkplatz am Hafen auch Womos stehen. Da wollen wir auch hin. Allerdings müssen wir erst entsorgen, vor allen Dingen brauchen wir Wasser. Also steuern wir den SP an. Dieser ist schon recht voll, eng, staubig und uns zu weit weg vom Wasser. Also entsorgen wir nur , bunkern wieder Frischwasser und fahren zurück zum Hafen. Die Gebühren betragen hier für 24 h 14 €, es wird allerdings stündlich berechnet. Wir finden einen tollen Platz am Wasser, stellen Wombl ab und spazieren am Kai entlang in die Stadt.




Unterwegs wandern ganz zufällig noch zwei schöne Shirts in meine Tasche... ;)



Im Hafen ist ganz schön was los. Riesige Yachten dümpeln herum, auf vielen wird geputzt, gewienert und gebohnert.












Sehr gewöhnungsbedürftig...

Nomen est Omen...



In einer Boulangerie holen wir uns ein Baguette und etwas Schinken, setzen uns an den Hafen, beobachten das bunte Treiben und verzehren unser Essen.




Wir bummeln durch die Altstadt, an den Strand und trinken in einem der vielen Cafés eine Erfrischung.








In der Zwischenzeit hat es ganz schön aufgefrischt, der Wind pustet uns beinahe um. Wir gehen zurück zum Womo. Dort schlagen die Wellen bereits über den Kai, Wombl ist schon über und über voll gespritzt. 





Hmmm. Da können und wollen wir nicht bleiben. Mein Credo ist zwar immer "Stellplatz am Wasser", im Wasser muss es allerdings nicht sein!


Wir fahren weiter nach Pampelonne an den Strand und finden auch ein schönes Plätzchen.




Allerdings herrschen hier die gleichen Windverhältnisse - der umherfliegende Sand hat die Wirkung von Nadelspitzen. Wir entschließen uns, den SP in Ramatuelle Bonne Terrasse aufzusuchen. Der liegt geschützter und auf dem etwas tiefer liegenden Abschnitt finden wir einen Platz.


Wir unternehmen noch einen kleinen Spaziergang zum Strand, von dem wir voll mit Salzwasser und Sand zurückkehren.


Mittwoch 01.04.2015 Ramatuelle => Marseille




Mitten in der Nacht, die zudem noch sehr unruhig war und Wombl richtig durchgeschüttelt wurde, klopft es um neun an der Tür. Der Platzwart steht draußen und will die Stellplatzgebühr kassieren. Kann der nicht in seinem Häuschen sitzen und warten, bis wir raus fahren?! *knurr* Ob der wohl weiß, wie knapp er dem Tod entgangen ist... :)

An der Straße zum Stellplatz hat Liebling gestern eine Waschanlage gesehen. Zu der geht es heute morgen als erstes - Salz und Sand hüllen Wombl ein.

Dann machen wir uns auf nach Marseille. Unser "Stefan" funktioniert hier mal wieder nur suboptimal. Obwohl alle Daten - 8,10 m Länge, 2,35 m Breite, 3,10 m Höhe, 5 to - eingegeben sind, führt er uns auf dem Weg zum Stellplatz durch enge, verwinkelte Gassen, oft bloß bis 3,5 to erlaubt. Liebling kommt gehörig ins Schwitzen - bei Gegenverkehr bleiben oft nur mm Platz. Der große Überhang tut sein übriges. Am Stellplatz angekommen, sehen wir, dass wir über die andere Richtung auch hätten anfahren können... Sche** Navi!!!

Jetzt gibt's erstmal gegrillte Steaks mit Kartoffelsalat, dann fahren wir mit dem Bus in die Stadt. Der Stellplatzbetreiber erklärt uns genau, mit welchen Linien wir fahren und wo wir umsteigen müssen. Ohne Probleme kommen wir im "Vieux Port" an. Ein großes Riesenrad, kleine Gassen, viele Restaurants, urige Läden und eine tolle Aussicht erwarten uns.










Um 20.15 Uhr fahren wir mit dem Bus zurück, der letzte Anschlussbus geht um 21 Uhr ab. Kurz vor neun sind wir da und warten. Und warten. Und warten weiter. Das wird wohl nix mehr, also auf zur Taxisuche. Irgendwann fragen wir in einem Dönerladen, ob die uns ein Taxi bestellen können, was auch umgehend erledigt wird. Jetzt wird es erst richtig interessant. Die Adresse haben wir nicht im Kopf, nur den Namen der Bushaltestelle vor dem SP. Mit dem wiederum kann unsere Chauffeurin nix anfangen. Plötzlich fällt mir ein: "Direction Baumette!" Da klingelt es bei unserer Taxifahrerin - ihr ist irgendwann mal aufgefallen, dass da in der Nähe Camper stehen. Glücklich kommen wir auch genau richtig an! puhhhh! *schweißabwisch*

Ironie am Rande: Am nächsten Morgen beim Bezahlen drückt mir der SP-Inhaber einen Stapel Visitenkarten zur Weiterverteilung in die Hand. Was wären die am Abend vorher wichtig gewesen!!!

Donnerstag 02.04.2015 Marseille => Palavas les Flots



Der Wind hat ein wenig nachgelassen, dafür ist es richtig kühl geworden: ganze 12°C zeigt das Thermometer bei der Abfahrt um 10 Uhr an.

Auch wenn ich gestern auf "Stefan" geschimpft habe, ohne ihn würden wir heute noch in Marseille herum fahren und den Ausgang suchen...

Wir haben beschlossen, heute schon nach Palavas zu fahren. Wir wollen die Ostertage hier verbringen und wünschen uns dafür einen vernünftigen Platz. Ich denke, ab Karfreitag ist der SP bestimmt rappelvoll. Plage Napoleon bei Port St. Louis du Rhone - ursprüngliche Planung - läuft uns nicht weg. Allerdings bedauere ich es schon ein wenig, so durch die wunderschöne Camargue hetzen zu müssen.








In Palavas angekommen, ist tatsächlich noch ein einziger Platz am Wasser frei, den wir natürlich sofort entern. 



Unterwegs haben wir Spargel frisch vom Feld und dazu ein paar Koteletts gekauft, die ich uns zubereite.


Dann muss ich mich endlich mal wieder um Wombl kümmern - seit unserer Abfahrt hat es weder ein Staubtuch noch einen Staubsauger gesehen. Dementsprechend sieht es aus, doch dem lässt sich abhelfen.

Ich schlafe schon vor dem TV ein, bin aber plötzlich um kurz vor halb eins wieder hellwach und wundere mich. Als ich auf die Uhr schaue - 0.24 Uhr - wird mir alles klar. Ein Mutterherz vergisst nie, noch nicht einmal im Schlaf...

Freitag 03.04.2015 Palavas les Flots

Liebling hat mir, als ich in Reha war, von Obelink in Holland eine Waschmaschine mit gebracht. Die werde ich heute mal austesten.



Das Teil funktioniert überraschend gut. Wenn es allerdings noch ohne Wasser waschen würde, wäre es nach Lieblings Meinung einfach optimal! (Dann bräuchte er kein Wasser her und wieder weg schleppen...)

Abends schlendern wir noch ein wenig durch die wirklich reizende Ortschaft.

Samstag 04.04.2015 Palavas les Flots

Liebling holt morgens Baguette und bringt süße kleine Osterkuchen mit.



Wir lassen es ruhig angehen. Es ist kühl und es ist windig. Wir radeln ein wenig an den kleinen Seen vorbei und kaufen gleich noch ein. 



Sonntag 05.04.2015 Palavas les Flots

Es hat so abgekühlt, dass wir nachts sogar die Heizung laufen lassen. Ich setze mich ein wenig vors Womo, doch der Wind bläst mich beinahe ins Wasser.

Ich mache uns Hähnchenbeine mit Pommes und Salat.




Mittags spazieren wir in den Ort, setzen uns ein wenig an den Strand und trinken in einem urigen Bistro einen Kaffee.

Montag 06.04.2015 Palvas les Flots

Unsere Womonachbarin hat Geburtstag - ein Grund, darauf anzustoßen.

Da der Wind ein wenig nachgelassen hat, radeln wir mittags zu der Cathédrale de Maguelone. Sie entstand im 12. Jahrhundert.








Auf dem Heimweg gibt's in Palavas leckere "Moules au mariniéres". Ohne frittes. Dafür mit Baguette. Da könnt ich mich reinlegen...





Donnerstag, 7. Mai 2015

Urlaub Italien/Frankreich/Spanien 2015 - 28. - 30.03.

Samstag 28.03.2015 Como => Ceriale


Wir sind Frühaufsteher - man will ja schließlich was vom Tag haben, nöch?! Also gehts immer um neun, spätestens halb zehn raus aus den Federn! ;) Und da man ja was vom Tag haben will, gibt's auch immer nur ein schnelles Frühstück. Mehr als eine Stunde nehmen wir uns dafür nie Zeit!

Dieser Morgen weckt uns mit strahlendem Sonnenschein und schon angenehmen 18°C. Frisch aufgebackene Brötchen, O-Saft und Spiegeleier mit Speck bilden unser karges Frühstück.

Schnell noch ein paar Bildchen von der Villa Olmo und unserer zauberhaften Umgebung gemacht und schon um 10.30 Uhr geht unsere Fahrt weiter.










Die Fahrt nach Genua verläuft ereignislos, in Genua selbst wird es das Chaos. Das Navi schickt uns links Richtung Chinque Terre. Nun gut, vielleicht laufen hier irgendwelche Einbahnstraßen und wir werden irgendwo außen herum geleitet. Da sehe ich das Schild "Savona" - natürlich genau in der Gegenrichtung. Wenn man auf einen Kreisverkehr wartet, die ansonsten in einer solchen Menge auftauchen, dass man sie nicht mehr sehen kann, kommt natürlich keiner. Liebling kommt so langsam ins Schwitzen - Autos und Roller überholen rechts und links, viele parken mit Warnblinkanlage in zweiter Reihe und lassen nur mm Platz zum vorbei kommen. Irgendwann sind auch die 8,12m wieder in der richtigen Richtung unterwegs. Jetzt fängt das Navi an durchzudrehen. "Biegen Sie rechts ab!" "Biegen Sie links ab!" Unserem "Stefan" überschlägt es beinahe die Stimme. Außerdem zeigt er 193 km bis Savona an - das Straßenschild begnügt sich dagegen mit 35 km... Wir schalten den Hektiker leise und orientieren uns nur noch an den Schildern. Am Ende des Hafens erhaschen wir einen eindrucksvollen Blick auf die "Costa Concordia", die dort gerade verschrottet wird. Plötzlich wird auch "Stefan" wieder einsichtig und zeigt, als wir Genua hinter uns gelassen haben, moderate 28 km an. 

In Finale Ligure wollen wir gegen 16.30 Uhr auf den Stellplatz am Meer. Allerdings bin ich nicht bereit, für eine Nacht 20€ (die Hälfte wäre für 12 Stunden fällig gewesen, aber: //*deutet nach oben Frühaufsteher und so... ihr versteht... *räusper*) hin zu blättern. 


"Wir werden was finden!" meint Liebling optimistisch. Dieser Optimismus schwindet schnell bei immer mehr auftauchenden Teppichstangen. 


Plötzlich erspäht Liebling mit Adleraugen von der SS1 aus von oben auf einem Parkplatz am Meer einen Kastenwagen. Wo der hinkommt, kommen wir auch hin. Und siehe da: einmal unter der Bahn durch, direkt neben dem Strand ist ein Parkplatz! Ohne Schranke!!




Es kommt, wie es kommen muss: Natürlich sehen auch noch andere, dass hier Womos stehen. Nach einer halben Stunde sieht es schon so aus:




Im Laufe des Abends kommt noch ein weiteres Womo an. Wir spazieren am Strand entlang und setzen uns nach einem Abendessen vor Wombl, um noch ein wenig die Abendstimmung zu genießen.




Sonntag 29.03.2015 Ceriale => San Remo


Morgens um kurz nach sechs weckt mich ein phänomenaler Sonnenaufgang. Dafür stehe ich sogar kurz auf... :)


Später gibts Frühstück, dann brechen wir heute auch wieder zeitig auf. 
Unser Toaster
Um kurz vor elf verlassen wir diesen tollen Platz. Unser nächster Weg führt uns nach Imperia, die Partnerstadt von Friedrichshafen. Im Hafen stehen große Schiffe, die Altstadt lohnt sich wirklich zum erkunden.




Wir haben ein etwas drängendes Problem: wir müssen entsorgen. Die Kassette ist randvoll, Wasser und Abwasser könnte noch ein zwei Tage reichen. Wir haben zwar eine Ersatzkassette. Die lässt sich natürlich am besten schonen, wenn man sie zu Hause im Keller deponiert... Also fahren wir den Stellplatz in Imperia an: er liegt direkt unterhalb der Straße, ist laut und weit weg vom Wasser. Er hat aber zumindest eine VE. Diese nutzen wir und fahren sofort weiter. In San Remo angekommen, parken wir auf dem Busparkplatz. Dort darf man auch über Nacht stehen - zumindest in der Vorsaison. Außerdem liegt er fast gegenüber des Casinos, also absolut zentral.




Wir haben uns San Remo schon einmal ausführlich angesehen, deshalb bleibt es bei einem kleinen Bummel durch die Innenstadt und einem Kaffee in einem der gemütlichen Straßencafés.










Montag 30.03.2015 San Remo => Saint Raphael Cap Roux




Bei unserer Weiterfahrt heute morgen um kurz vor elf haben wir schon kuschlige 23°C bei strahlender Sonne. Wir wollen in Monaco Halt machen. Das ist jedoch ein Satz mit X! Zweimal fahren wir durch das Fürstentum, zweimal halten wir an, zweimal werden wir weg gejagt. Dann halt nicht!

Nizza wollt ich mal wieder sehen. Schon bei der Fahrt durch schießt Lieblings Blutdruck in bedrohliche Höhen. Zwei Campingplätze haben wir auf der Liste - der eine macht morgen, der andere erst Ostern auf. Ein Stellplatz etwas außerhalb von Nizza wird uns genannt. Er ist staubig und laut, entscheidend ist allerdings, dass wir mit unserem Dickschiff gar nicht rein kommen, weil die Einfahrt viel zu eng ist.

Also weiter. Teppichstange reiht sich an Teppichstange. Parkplätze gibt es genug in attraktiver Lage, nur nicht für Womofahrer. Die Gegend ist anscheinend so reich, dass sie das Geld von uns gar nicht wollen. Langsam steigt der Frust Richtung Oberkante Unterlippe. Wir quälen uns an Cannes vorbei, immer auf der Küstenstraße und auf immer mehr Serpentinen. Plötzlich, es ist schon 19 Uhr, auf der linken Seite oberhalb vom Meer ein Parkplatz beim Cap Roux! Ein Concorde steht schon da, sofort stehen daneben.













Au revoir, Frühling an der Côte Azur - ich glaube nicht, dass du uns nochmals siehst!