Sonntag, 9. August 2009

Der erste Zahn! raus...

Murkel ist von seinem Urlaub auf dem Bauernhof zurück. Und ist stolz wie Oskar!


Er hat seinen ersten Zahn verloren. Er wird groß...


Samstag, 8. August 2009

Ungute Gefühle

Abends kommt Lieblingstochter mit LAG (Lebensabschnittgefährte) und einem neuen, gemeinsamen Freund, den ich allerdings noch nicht kenne, vorbei. Ein netter, höflicher junger Mann mit guten Manieren („Darf ich mich vorstellen,…“, „Ihr habt´s aber schön hier“, „Hat mich gefreut, euch kennen zu lernen“) und gepflegtem Äußeren.

Der Abend ist nett, wir unterhalten uns gut – und doch! Die ganze Zeit muss ich mich dazu zwingen, nicht ununterbrochen auf das T-Shirt des jungen Mannes zu starren und eine undefinierbare Aversion kriecht in mir hoch. Die Marke des T-Shirt´s und auch der Hose ist „Thor Steinar“.

Ich hoffe nur, dass ich hier überbewerte – denn der Gedanke, dass Lieblingstochter vielleicht in rechtsextremistischen Kreisen verkehrt, ist nicht sehr Schlaf fördernd…

Freitag, 7. August 2009

Leben und Tod - dicht beieinander

Schön! Wieder ein junger Mensch transplantiert! Und sogar ohne 8 – 10jährige Wartezeit!

Ich hoffe und wünsche ganz fest, dass diese Niere ihre Arbeit unverzüglich aufnimmt und ganz lange hält.

Leider ist dies nicht selbstverständlich, obwohl die Überlebensraten transplantierter Organe bei entsprechender Compliance der Empfänger enorm gestiegen sind. Waren früher 10 Jahre eine Seltenheit, sind heute 15 Jahre schon Durchschnitt. Die medikamentöse Versorgung hat sich verbessert, die OP – Technik ebenso und die extrakorporale Verweildauer der Organe zwischen Entnahme und OP sich verkürzt.

Für die Menschen, die auf eine Spenderniere warten, kann die Zeit ganz schön lange werden. 3 mal wöchentlich 4 – 6 Stunden Dialyse im Zentrum oder zu Hause oder bei der Bauchfelldialyse 4 mal am Tag einen 30 minütigen Beutelwechsel – das ist sehr viel Lebenszeit und damit Lebensqualität, die verloren geht.

Die Ernährung muss umgestellt werden, darf nicht zuviel Kalium und/oder Phosphor enthalten, das Herz und die Knochen danken es. Der Kampf gegen den Durst, sprich den Verzicht auf zuviel Flüssigkeitsaufnahme, kennen sie alle. Viele verlieren ihn – und müssen es mit anstrengenden, von Krämpfen und Blutdruckabfällen begleiteten Dialysen büßen. Die tägliche Medikamentendosis kann von der Menge her eine ganze Mahlzeit ersetzen - notwendiges Übel.

Der Zugang, ob Shunt oder Katheter, muss pfleglich behandelt und geschont werden – er ist die Lebensversicherung der Patienten.

Spontane Reisen sind auch nicht möglich – immer muss erst ein Dialyseplatz am Urlaubsort organisiert werden, was in den Sommermonaten auch nicht immer ganz einfach ist.

Leider ist die Organspendemoral unserer Bevölkerung sehr niedrig, insbesondere da wir hier in Deutschland die Einwilligungs- und nicht wie in anderen Ländern die Widerspruchsregelung haben. In anderen Ländern ist jeder ein potenzieller Spender, außer er widerspricht explizit. Dadurch ist Deutschland in der Transplantationsrate auf dem hintersten Platz mit den längsten Wartezeiten.

Ich freue mich für jeden, der die Chance für einen Neuanfang durch eine neue Niere oder auch eine anderes Organ erhält.

Ich vergesse allerdings dabei auch nicht, dass irgendwo ein anderer Mensch dafür gestorben ist. Dass Frauen und Männer um ihre Partner weinen, Eltern um ihre Kinder und Kinder um ihre Eltern. Des einen Freud, des anderen Leid.

Trotz allem trage ich immer einen Organspendeausweis mit mir herum – bis zu 9 Menschen können damit ihre Lebensqualität auf ein ganz anderes Niveau stellen.



Donnerstag, 6. August 2009

Merke!

Wenn einer auf Krawall gebürstet ist - geh ihm am besten aus dem Weg! Er wird mit dem selben Gesicht wieder zufrieden! *g*

Zirkusluft!

In der Luft liegt der Geruch nach Popcorn und Sägemehl, Zuckerwatte und Schweiß, Bratwurst und Pferdedung, gebrannten Mandeln und scharfer Raubtierausdünstung. Menschenschlangen vor den Kassen, redend und gestikulierend, Kinder schreien, aus den Lautsprechern klingt Marschmusik und überall macht sich freudige Erwartung breit: Der Zirkus ist in der Stadt!

Als junge Mama war ich das letzte Mal mit meinen Kindern im Zirkus und freue mich jetzt richtig auf die Vorstellung. Rasant geht’s los. In der Afrikanummer sind Zebras, Elefanten, Lamas, Kamele, Wasserbüffel, Rinder und Strauße in der Manege – bei einigen dieser Viecher hätte ich nie gedacht, dass sie überhaupt dressierbar sind!

Keulen und Ringe fliegen durch die Luft, der Clown bringt das Publikum nur mit seiner Pfeife zum mitmachen und lachen. Biegsame Körper auf dem Trapez und in den Stoffsteifen, Einradfahrer und Dressureiter, Handstände auf einem Trike, Seelöwen und feurige Araber mit buntem Kopfschmuck – in schneller Abfolge wird dem Auge ein Höhepunkt nach dem anderen geboten.

Das absolute Highlight aber ist die gemischte Raubtierdressur, mit der der Dompteur beim Zirkusfestival in Monte Carlo den silbernen Clown gewonnen hat. Zwei Löwinnen, ein mächtiger Löwe und drei Tigerdamen zeigen ihre Sprünge und Choreografien. Besonders der schöne Löwe hat es sowohl seinem Herrn als auch den Zuschauern angetan. Ihm steckt er den Kopf ins Maul, drückt ihn und kuschelt mit ihm. Die anderen streichelt er höchstens mit seinem Stock am Kopf, fasst sie aber nicht an. Auf dem Löwen, dem man seine Gutmütigkeit schon ansieht, reitet er am Ende der Darbietung durch die Manege.
Ein toller Abend mit vielen Eindrücken! Ganz beschwingt machen wir uns auf den Heimweg.

Dienstag, 4. August 2009

Mein Schnuffel

Murkel ist mit seiner Mama im Urlaub auf einem Bauernhof. Da wird er sehen, dass Muhkuhs selten in den Wald gehen... *g*




Ich vermisse ihn so!!! :-(((

Edit: Das Filmchen wurde vor 2 Jahren aufgenommen - Wahnsinn, wie klein der Zwerg damals war...

Neulich bei McK*tz...

Autofahren macht Spaß. Essen auch. Am meisten Spaß macht Essen im Auto! Deswegen besitze ich diese erhöhte Affinität zu Drive-In-Schaltern, speziell in meinem Lieblings-Fast-Food-Restaurant.

Das Vergnügen an dieser Self-Service-Version des Essens auf Rädern wird allerdings erheblich durch die Qualität der Gegensprechanlage gemindert. Gegensprechanlage? Meiner Überzeugung nach hat sie diesen Namen deshalb bekommen, weil sie völlig gegen das Sprechen ausgelegt ist.

"Hiere Bechelun hippe!" knarzt es mir aus dem Lautsprecher entgegen - sounds like Schellackplatte.

Aus Erfahrung allerdings weiß ich, dass sich die Stimme (männlich? weiblich?... wohl eher männlich!?) am anderen Ende dieses Dosentelefons soeben nach meiner Bestellung erkundigt hat.
Jetzt einfach bestellen wäre mir zu langweilig.

Demzufolge stelle ich zunächst eine Frage: "Haben Sie etwas vom Huhn?"

Aus dem Lautsprecher ertönt ein schwer verständliches Wort, das aber eindeutig mit "...icken" endet.
Ich antworte: "Später vielleicht, zunächst möchte ich etwas essen."

Etwas lauter tönt es zurück: "SCHICKEN!" Ich kann es mir nicht verkneifen:
"Nein, ich würde es gleich selbst abholen."

Eine kurze Pause entsteht, ich stelle mir belustigt die genervte Visage des McKnecht vor. Als die Sprechpause zu lang zu werden droht, sage ich:

"Ach so, Sie meinen Chicken! Nööö, lieber doch nicht.
Haben Sie vielleicht Presskuh mit Tomatentunke in Röstbrötchen?"

"Hamburger?" fragt mein unsichtbares Gegenüber zurück.

Der Wahrheit entsprechend erwidere ich: "Nein, ich bin von hier.
Aber hat das denn Einfluss auf meine Bestellung?"

"Wol-len Sie ei-nen H-a-m-b-u-r-g-e-r?"

"Jetzt beruhigen Sie sich mal! Ja, ich nehme einen."

"Schieß?"

"Stimmt, hatte ich nach meiner letzten Mahlzeit hier. Mittlerweile ist meine Darmflora allerdings wieder wohlauf, ich denke, ich kann es erneut riskieren."

Der Stimminhaber beginnt mir ein wenig leid zu tun.
Er kann ja nichts für den Job. Aber ich ja auch nicht ...

"Ob Sie KÄÄÄSE auf dem Hamburger möchten!?"

"Ahja, gern. Ich nehme einen mittelalten Pyrenäen-Bergkäse, nicht zu dick geschnitten, von einer Seite leicht angeschmolzen."

Ob die nächste Ansage aus dem Lautsprecher "Sicher doch" oder "A...loch" lautet, kann ich nicht exakt heraushören. Deutlicher jedoch erklingt nun:

"Was dazu?"

"Doch, ja. Ich hätte gerne diese gesalzenen frittierten Kartoffelstäbchen."

"Also Pommes?"

"Von mir aus auch die."

"Groß, mittel, klein?"

"Gemischt. Und zwar jeweils genau zu einem Drittel große, mittlere und kleine."

"WOLLEN SIE MICH EIGENTLICH VERARSCHEN?" Diese, wiederum sehr laut formulierte Frage, verstehe ich klar und deutlich. Sie verlangt eine ehrliche Antwort:

"Falls das die Bedingung ist, hier etwas zum essen zu bekommen: Ja. Also: Machen wir weiter?"

Die Stimme schnauft kurz und fragt: "Gut, gut. Etwas zu den Pommes?"

"Ein schönes Entrecôte, blutig, und ein Glas 1996er Spätburgunder, bitte."

"ICH KOMM DIR GLEICH RAUS UND GEB DIR BLUTIG!!!"

"Machen Sie das, aber verschütten Sie dabei bitte nicht den Wein."

"Schluss jetzt, Schalter zwei, vier Euro fünfzehn!"

Schon vorbei. Gerade, als es anfängt, lustig zu werden. Aber ich habe noch ein As im Ärmel. Ich zahle mit einem 200-Euro-Schein.

"Tut mir leid, aber ich hab's nicht größer." PIEP! ... Freundlich werde ich ausgekontert: "Kein Problem." Mit kaltem Blick lässt ein bemützter Herr mein Wechselgeld auf den Stahltresen klappern.

Nicht mit mir, Freundchen!

Ich will den Triumph! Zeit also für's Finale: "Kann ich bitte eine Quittung bekommen?", frage ich überfreundlich. "Ist ein Geschäftsessen."

Montag, 3. August 2009

Versuch macht klug - oder auch nicht...

Verrückt, unglaublich, süchtig machend, nervtötend!!! In neun von 10 Fällen stimmt´s! Auch mal probieren? Dann los!

Sonntag, 2. August 2009

Der alljährliche Rösselsprung

Gestern um 9.30 Uhr begann das vermeintlich letzte Promenadenturnier. Im Laufe des Tages wurde dann klar, dass es vorraussichtlich in einer anderen Location (das Graf-Zeppelin-Haus wird in den nächsten zwei Jahren umgebaut und kann deshalb nicht genutzt werden) und unter dem Namen "Zeppelin-Open" weitergeführt wird. Ich bin nicht ganz unfroh deswegen!

Gelaufen ist es bei mir gestern super - offensichtlich habe ich doch noch nicht alles verlernt. Statt den erhofften 50% habe ich sogar 4 1/2 Punkte aus 7 Partien geholt. Das reichte nicht nur zum geteilten 18. - 31. Platz unter 119 Spielern, sondern auch zum Gewinn des Damenpreises. Der Schachvirus ist wie Herpes - man trägt ihn immer in sich, wird ihn nie mehr los und ganz überraschend kommt er zum Ausbruch...

Das ist mein Gewinn: Eine Medaille, ein schöner Präsentkorb - und was auf den ersten Blick aussah, wie eine Tischdecke, entpuppte sich als ein Dutzend Nickitücher! *g*
Den ganzen Tag bei strahlendem Sonnenschein in der Halle zu spielen, ist zwar nicht so toll, dafür hat dieser Ausblick immer wieder versöhnt...
Es gibt übrigens immer vier Gründe, warum ein Mann gegen eine Frau verliert:

er hat nicht ausgeschlafen

er ist krank

so ein Stellungsfehler ist ihm noch NIE passiert

er war Kavalier "urgs"

Nach solchen Aussagen möchte ich den Herren der Schöpfung am liebsten immer ganz undamenhaft in die Eier treten... *g*

So ganz nebenbei...

ANALytics funktioniert immer noch nicht bei mir.

Weiß vielleicht jemand den Grund? Gibts noch andere Programme, um Statistiken zu verfolgen?

SO ist es, wie der Name schon (fast) sagt, was für den A....!