Mittwoch, 15. August 2012

Mal wieder...

...kzH.

Ich habe Rücken.

Es ist schon ein Kreuz mit dem Kreuz. Verdacht auf Vorfall in der Brustwirbelsäule. Macht sogar Probleme beim Atmen. Sitzen, bücken, drehen und heben geht gar nicht. Höchstens mit Dauerdröhnung. 

Nächste Woche ist MRT-Termin. Solange leide ich halt noch in Unwissenheit vor mich hin.

Immerhin gibt mir diese Auszeit die Gelegenheit, mich mal wieder um meinen Blog zu kümmern. Um es mit den Worten meines Vaters auszudrücken: "Es ist nix so schlecht, dass nicht doch noch was Gutes dabei herauskommt!"

Es hat ja gewaltige Veränderungen in meinem Leben gegeben - wenigstens  Liebling ist mir als Konstante geblieben.

Die Schlüsselübergabe hatten wir zum 15.03.2012, dann gings an die Renovierung - ach was sag ich: zur Grundsanierung der Wohnung! Nichts blieb wie es war! Wände fielen, andere wurden gezogen, Fenster, Heizung, Türen, Böden, Decken, Wände, Keller, Balkon, Elektro- und Wasserinstallation, Küche und Bad: nichts blieb wie es war.

Unter den vorhandenen Laminat- und PVC-Böden lag überall noch ein ekliger Teppichboden. Nachdem ich die blöde Gummierung an einem Nachmittag weggestrippt habe, haben mir nachts im Bett noch die  Arme nachvibriert. Die nächsten Wochen kam dann der Schutt. Zuerst die Wohnung auf nackte Wände zurückbauen, Schlitze hämmern in Beton, Trockenbauwände ziehen, Fliesen abklopfen und neue verlegen - ich hab gefühlte 1000 Tonnen Dreck zusammen gekehrt, geschaufelt und in den Container gekippt. (Vermutlich hat das meine Bandscheibe etwas übel genommen...)

Wisst ihr was: Sisyphos war ein Faulpelz gegen mich. Auf unerklärliche Weise waren sämtliche Dreck- und Schuttberge jeden Tag wieder aufs Neue vorhanden. Trotz entsprechender Winke mit dem Zaunpfahl Brückenpfeiler warte ich heute noch auf meinen Besenorden für die sauberste Baustelle der Welt...

Zwischen meinen Kehr- und Aufräumaktionen wurde um mich herum gebohrt, gesägt, gehämmert, gestrichen, verputzt und Leitungen gezogen. Dass ich alleine tapeziere, habe ich mir allerdings nicht nehmen lassen - eine Arbeit, die mir richtig Spaß macht!

Und wir waren schnell!!! Am ersten Maiwochenende war schon der Umzugstermin. In knapp 7 Wochen haben wir aus einem Dreckloch mit Potenzial ein richtiges Schmuckstück gemacht!

Hier erst mal der Grundriss der Wohnung:
Mein Büro
bei Besichtigung
nach Radikalentfernung
Heizungsrohre werden verkleidet, neues Fenster ist schon drin
Neuer Heizkörper und bereits tapeziert
Und so siehts jetzt aus:
 
 
Morgen zeig ich Euch dann mein Schlafzimmer.

Freitag, 25. Mai 2012

500. Post - live from Berlin

Ja, ich lebe noch. Und bin urlaubsreif. Doch das ist eine andere Geschichte.

Jetzt sitzen wir bei Berliner Weisse beim Karneval der Kulturen und lassen es uns gut gehen.

Montag, 20. Februar 2012

Zu was unser Gehirn alles fähig ist...


Ehct ksras! Gmäeß eneir Sutide eneir Uvinisterät, ist es nchit witihcg, in wlecehr Rneflogheie die Bstachuebn in eneim Wort snid, das ezniige was wcthiig ist, dass der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiin snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sein, tedztorm knan man ihn onhe Pemoblre lseen.



Das ist so, weil wir nicht jeedn Bstachuebn enzelin leesn, snderon das Wort als gzeans enkreenn. Ehct ksras! Das ghet wicklirh! Und dfüar ghneen wir jrhlaeng in die Slhcue!

noch eine kleine Steigerung:

D1353 M1TT31LUNG Z31GT D1R, ZU W3LCH3N GRO554RT1G3N L315TUNG3N UN53R G3H1RN F43H1G 15T! 4M 4NF4NG W4R 35 51CH3R NOCH 5CHW3R, D45 ZU L353N, 483R M1TTL3W31L3 K4NN5T DU D45 W4HR5CH31NL1ICH 5CHON G4NZ GUT L353N, OHN3 D455 35 D1CH W1RKL1CH 4N5TR3NGT. D45 L315T3T D31N G3H1RN M1T 531N3R 3NORM3N L3RNF43HIGKEIT. 8331NDRUCK3ND, OD3R? DU D4RF5T D45 G3RN3 KOP13R3N, W3NN DU 4UCH 4ND3R3 D4M1T 83G315T3RN W1LL5T. 


Fröhliche Fasnet!!! ;)

Dienstag, 14. Februar 2012

Valentinstag

Eine Butterbrezel und drei kleine Päckchen Gummibärchen, überreicht mit der Bemerkung: "Wohlschmeckender als Blumen" - Lieblings Valentinstagsgeschenk, mit dem er gerade durch meine Bürotür kam.

Ich weiß genau, warum ich diesen Mann so sehr liebe! (Meistens zumindest...) :-)

Freitag, 10. Februar 2012

Alea jacta est

Der Gedanke hat sich schon länger festgesetzt und doch ging es jetzt so schnell, dass mir schwindlig wird dabei. Vor knapp drei Wochen haben wir beschlossen, unser Riesenhaus zu verkaufen und uns ne Wohnung zu kaufen. Und nun ist in einer guten Woche schon Notartermin. Für beides. Morgen gehts zum Küche und Bad shoppen. *hach*

Freitag, 20. Januar 2012

Morgendiät



Die Festtage waren hart. 

Und schwer!!! 

Da liegt Gebäck herum, das schlecht werden könnte. 

Ich bin mir auch ganz sicher, dass Schokolade sauer werden kann! Dem muss man natürlich vorbeugen. Deshalb sterben meine Schokoladenmänner reihenweise einen schrecklichen Tod auf einem Butterbrot - rücksichtslos zerdrückt und zerbrochen, dafür umso wohlschmeckender.

Und wer behauptet hier, dass sich Christstollen einige Wochen hält???! Na?!!! Ich lass es gar nicht erst darauf ankommen.

Auch die vielen Nüsse könnten ranzig werden. 

Und außerdem - bald ist ja schon wieder Ostern. Da muss man doch schließlich Platz schaffen!

Und so nimmt eine Kalorie nach der anderen auf meinem Hintern Platz. Deren Lieblingsstelle.


Diäten steht wieder auf dem Programm! Ich hab mich für die Morgendiät entschieden. Ich kann alles essen, muss auf nix verzichten, nie hungern - kann einfach so weitermachen wie bisher!

Toll, gell?!!!

Da purzeln doch keine Pfunde, sagt ihr?! Ähm, ja. Stimmt schon. Irgendwie.

Deshalb heißt sie ja auch Morgendiät. Morgen fang ich an...

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Projekt zwölf2011 November + Dezember

Das passiert, wenn man die Zeit nicht mehr gemanagt bekommt - die Bilder nimmt man auf (am 16.11. + 13.12.), bearbeitet sie auch noch - nur zum posten fehlen dann die letzten paar Minuten.

Der See weicht immer weiter zurück - mittlerweile liegt der Pegelstand unter 2,80m. Wenn das so weiter geht mit der Trockenheit, müssen wir nächstes Jahr kilometerweit raus laufen, bis man allmählich Schwimmhöhe erreicht. Dass wir dann noch unser Boot trailern, können wir uns von der Backe putzen. Dafür bräuchten wir ergiebige Regengüsse und/oder Schneefälle. Und das ist auch nicht so wünschenswert...
November 2011

Dezember 2011

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Crash

Gerade erst die Versicherung fürs Auto gekündigt und auf einen günstigeren Tarif umgestellt. Na, hoffentlich wird das unterm Strich jetzt nicht teurer! Obwohl, laut unserer SF-Klasse wär sogar ein Freiflug drin.

Warum ich das jetzt erzähle?

Nun - gerade habe ich bei anderem Auto die Optik etwas verändert. Wieso stellt er sein Auto auch genau da ab, wohin ich rückwärts aus der Parklücke will???! Und wieso hat er so ne weiche Tür! Soll er sich mal ein Beispiel an meiner Stoßstange nehmen!! Kein Kratzer dran!!!

Murkel saß mit im Auto - ich hab ihn von der Schule abgeholt. Vom Fahrer weit und breit nix zu sehen. Ich also den blau/weißen NarrenVerein angerufen. Da schob er richtig Panik: "Oma, verhaften die dich jetzt?"

Seine nächste Sorge galt dann den Kosten: "Oma, müsst ihr da jetzt ganz viel bezahlen?" Auf meine beruhigende Antwort meinte er dann ganz erleichtert: "Gott sei Dank! Ich hab schon gedacht, ihr könnt mir jetzt keine Geschenke mehr kaufen! Fahren wir gleich noch zum Schi**acher??!"

Um es mit Lieblings Worten zu sagen: "Ein bisschen Verlust ist immer!" *g*

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Weihnachtsfeier

Ich hab nicht schlecht gestaunt, als ich auf der Einladung gelesen habe, wo unsere diesjährige Weihnachtsfeier stattfindet: auf der alten Dialysestation! Abschied.

Und so betrete ich mit etwas gemischten Gefühlen das Gebäude. Vor 28 Jahren war es damals der Neubau, in dem ich meine ersten Erfahrungen mit Dialyse gemacht habe. Fast 25 Jahre bin ich hier tagaus, tagein zur Arbeit gegangen und habe diese Arbeit so leidenschaftlich gerne gemacht, dass ich von Liebling oft den Vorwurf hören musste: "Bist du eigentlich mit der Dialyse verheiratet oder mit mir?!"

So richtig kann ich mir nicht vorstellen, dass ca. 120 Leute in einen Raum sitzen sollen, in dem vorher 12 Betten samt Maschinen standen. Aber es passt. Vier lange Tischreihen finden Platz. Es ist etwas eng kuschlig - so eng kommen wir bestimmt nie wieder zusammen. Die Wände sind kahl - das fällt mir erst auf, als mein Blick im Lauf des Abends oft auf die große Wand fällt, an der die Uhr eben nicht mehr hängt.

Von den ganzen Kolleginnen ist gerade noch eine dabei, die mit mir zusammen damals als Schwester auf dieser Station angefangen hat. Ganze Bücher könnten wir über unsere Erlebnisse schreiben. Mit Sicherheit vergesse ich auch nie deren Anblick: dicke Blutkoagel in ihren langen,blonden Haaren, als ein System mal explodiert ist... *g*

Im "gelben" (für Hep. pos. Patienten) Zimmer ist das warme Büffet aufgebaut, im 4er Zimmer das Vorspeisen- und später das Nachtischbüffet. Und dieses Essen ist richtig klasse!!! Da verdräng ich auch mal ganz schnell, dass diese fiesen Kohlehydrate  bei mir eigentlich Besuchsverbot haben!

Die Theke ist abgerissen - darauf findet eine 4-köpfige Band ihren Platz. Die Akustik in diesen Räumen ist allerdings so mies, dass man kaum etwas hört. Seis drum!

Explizit nehme ich Abschied von den 2 Stufen, die ich vor Jahren im Flug genommen habe und mir dabei meinen Knöchel ziemlich vermatscht habe. Väterle fällt mir ein: "Es ist nix so schlecht, dass nicht auch noch was Gutes dabei heraus kommt!" Er hat, wie immer, wieder recht. Seit fast 4 Jahren habe ich einen geilen Job - im Sitzen, da ich den Sprint zwischen Betten und Dialysemaschinen seither nicht mehr schaffe.

Später spielen wir "Dalli-Klick", das eine Kollegin und ich für unsere Gruppe im Alleingang gewinnen. Um dann später zuzuschauen, wie drei andere unseres Teams per Glücksfeeentscheid die Preise einstecken: ein Navi, ein iPod touch und ein Laptop... shit happens...

Insgesamt gesehen war es ein schöner Abend: tolles Essen, nette Gespräche, massig Sentimentalität und viele Gesichter, die man selten sieht (Nachtschicht, Dialyse Ravensburg, ...)

Sogar unser altes Steckbecken war zum Abschied verschönt worden! *lach*
P.S.: Unserem Chef wünsche ich, dass er einen Rhetorikkurs vom Christkind bekommt. Seine Ansprache fiel mal wieder in die Kategorie "lieb und gut gemeint".