Samstag, 18. Juni 2011

Urlaub Chioggia 2011 Tag 5 - 7

Montag, 13.06.11 5. Tag

Gestern Abend wollten wir zumindest mal Nachrichten schauen. Leider wollte das unser Fernseher nicht. „Kein Signal“ war die einzigste Ansage auf dem Schirm. Zu müde, um nach der Ursache zu forschen, verschoben wir dies auf heute morgen.

Liebling will den Receiver aus dem Schrank holen, um zu schauen, ob auch noch alle Kabel drin stecken, als ihm schon ein Schwall Wasser entgegen schießt. Panik! Wasser im Wombl! Und der Receiver platt! Nach vielem Suchen merken wir, dass das Wasser an der Kabeldurchführung der Solaranlage hereinkommt. Offensichtlich war der Wolkenbruch am Samstagvormittag ein wenig zu viel des Guten…

Murkel ist das wurscht, der DVD funktioniert ja trotzdem – und wir dürfen mit eintauchen in ganz spannende Abenteuer der Power Rangers. Oder so.

Da seine neuen Freunde mit ihren Rädern über den Platz fegen, zieht Murkel widerstrebend seinen Roller vor, den er bisher immer mit Verachtung gestraft hat. Und siehe da – es dauert nicht lange und er hängt seine Kumpels ab. Seither wird kein Schritt mehr gelaufen – alles wird nur noch mit dem Roller erledigt.
 
Abends wird gegrillt – Steak und Würstchen, dazu gibt es Spätzle und einen Tomatensalat, anschließend geht es wieder in die Kinderdisco mit den Animateuren. Die Tänze können die Kids schon auswendig und sind mit Feuereifer dabei, nicht ohne enorm wichtige Eispausen einzulegen.
 
Kaum im Womo, fällt dem Zwerg ein, dass er eigentlich noch DVD schauen möchte – er hat ja Ferien und kann ins Bett, wann er will, was er uns überzeugend versichert. Ich schlafe auf jeden Fall mit „Cars“ ein…

Dienstag, 14.06.11 6. Tag

Murkel überrascht uns, indem er sofort nach dem Aufwachen den Frühstückstisch draußen deckt und ist stolz, dass wir uns so freuen. Er holt sogar alleine die Brötchen.
 
Liebling hilft mir, das Boot aus der Garage zu holen. Bisher war es dafür zu windig – die Wellen schlagen hoch und machen ein hinausfahren unmöglich.

Ich bin schon geübt – innerhalb von 30 Minuten steht das Boot schwimmbereit bereit. In der Zwischenzeit haben sich meine Männer an den Pool verzogen – die Ausfahrt verzieht sich also noch. Als wieder etwas Wind aufkommt, verschieben wir sie auf den anderen Tag.

Abends gehen wir in der platzeigenen Pizzeria essen – ich lerne so auch die mit Pommes belegte Pizza kennen, die Murkel begeistert bestellt. Äääähm, ja – Geschmackssache…
Den Abend verbringen wir – richtig geraten – in der Kinderdisco!

Mittwoch, 15.06. 7. Tag

Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Toast, O-Saft, Eiern und Speck und für Murkel eine Riesenportion Cornflakes fahren wir nach Chioggia auf den Fischmarkt. In unsere Tasche wandert Haisteak, Calamaresringe, Lachsfilet und Scampis. Ich freu mich schon auf den Abend und auf leckeren gegrillten Fisch! 
Den Nachmittag wollen wir auf dem Wasser verbringen. Wir ziehen das Boot an den Strand, steigen ein und wollen lospaddeln bis hinter die Bojen. Wollen – wohlgemerkt. Plötzlich steht der Bademeister hinter uns im Wasser und hält uns fest. Mit überschlagender Stimme und weitausholenden Gesten erklärt er uns, dass ees verboten ist, mir dem Boot in der Schwimmzone zu fahren. Fahren? Wir wollen nicht fahren, sondern paddeln! Keine Chance!

Ich steige aus, schnapp mir an unserem Platz das Fahrrad und radel zur Rezeption. Der Chef beruhigt mich und meint, wir sollen das Boot am Strand 50 Meter weiter ziehen – da ist der Strand öffentlich, nicht bewacht und das Trailern erlaubt. Na, geht doch!

Wir biegen vom Meer aus in die Brenta ein, fahren die Kanäle entlang, durch eine Schleuse, was Murkel besonders begeistert und tuckern durch Chioggia, das nicht umsonst den Beinamen „Kleinvenedig“ trägt. Es ist genauso von Wasserstraßen durchzogen und sehr malersich.
 
 
Nach 4 Stunden nähern wir uns wieder dem heimatlichen Strand an. Wir nehmen Kurs auf den öffentlichen Teil – und werden prompt vom benachbarten Bademeister aufgehalten. Nur mit Ignoranz, Sturheit und em Überhören der Androhung, die Polizei zu holen, schaffen wir es, das Boot an Land und wieder an unseren Platz zu ziehen.

So hat das keinen Sinn – die Aufregung muss ich nicht jedes Mal haben. Am liebsten würde ich mich sofort wieder ans abpumpen machen. Liebling beruhigt mich und verspricht, nach einer Lösung zu suchen. Er redet nochmals mit dem Bademeister. Wir können morgens um acht das Boot raus fahren, am Ende des Strandes anlegen, von dort aus in See stechen und es abends ab sieben Uhr wieder zurück bringen.

Verstehen muss ich die ganze Bürokratie aber nicht…

Murkel will natürlich keinen Fisch, stattdessen holt ihm der Opa eine Pizza – wieder mit Pommes.

Montag, 13. Juni 2011

Urlaub Chioggia 2011

Passt! Es gibt Wi-fi am Platz und ich hab tatsächlich Lust zum schreiben. Also:

Donnerstag, 09.06.11 1. Tag

Es ist 15 Uhr, als wir in Murkels Schule ankommen. Aufgeregt springt er uns entgegen: „Ich freu mich schon so auf den Urlaub – fahren wir gleich los?“

Na klar, so ist es geplant. Zuhause wartet schon die SchwieTo um sich von ihrem Zwerg noch zu verabschieden. Er drückt die Mama noch ganz fest und meint dann freundlich: „Jetzt kannst du aussteigen – wir wollen fahren!“ *g*

Das Wetter lässt etwas zu wünschen übrig – immer wieder gehen Schauer nieder. Als wir jedoch über den San Bernadino kommen, scheint die Sonne. Wir fahren unseren bekannten Übernachtungsplatz am Ufer des Sees in Como an. Wow, der Pegel ist hoch! Bei jeder Welle schwappt Wasser auf den Bürgersteig – da sollte man einige Tonnen in den Bodensee transportieren können.

Murkel tobt sich in dem angrenzenden Park aus, entert die alte Lokomotive, die da aufgestellt ist und freut sich über die Entenmama, die mit ihren 5 kleinen Federbündeln im Springbrunnen schwimmt. 
In der Nacht wird mir klar, warum so viel Wasser im See ist: es geht ein Unwetter nieder – vor den Fenstern ist nur ein dichter Regenvorhang zu sehen.

Freitag, 10.06.11 2. Tag

Am anderen Morgen ist der Spuk vorbei, die Luft riecht frisch, die Sonne scheint und es duftet intensiv nach Linden- und Zitronenblüten.

Gut 300 Kilometer liegen noch vor uns, dann erreichen wir Chioggia. In Sottomarina liegt der Platz, den wir uns ausgesucht haben. Freundlich werden wir an der Rezeption empfangen: „Ja, wir haben noch ein paar schöne Plätze frei.“ Als sie uns allerdings auf den Teil auf der gegenüberliegenden Straßenseite schickt, sind wir schon etwas verwundert.

Wir stellen Wombl ab und machen uns erst mal auf die Suche nach Meer und Pool. Wieder über die Straße auf den anderen Teil des Platzes – nach weiteren 300 Metern stehen wir am Strand. Nö, so wird das nichts. Viele Plätze sind in diesem vorderen Abschnitt in Meernähe noch frei und uns schicken sie in die hinterste Pampa? 

Wieder an der Rezeption angekommen, wird uns versichert, dass alle Plätze reserviert sind. Kein Problem, dann fahren wir weiter – da haben wir es zuhause im Garten schöner, als in diesem Teil des Platzes! 

„Wie lange wollen Sie denn bleiben?“ „2 Wochen.“ „Warten sie mal, in 2 Stunden kommt il Padrone – ich glaube, es ist vielleicht doch was mögich.“ Aaaaaaaaaaaaaah ja – also doch…

Wir schnappen uns die Badesachen und verbringen die Zeit am Pool. 
 
Nach der angegebenen Zeit steht an der Rezeption schon der Chef. „Sie wollen umziehen? Fahren Sie mir hinterher, ich zeige Ihnen wohin.“ Je weiter wir Richtung Meer kommen, desto aufgeregter wird Murkel. Und richtig – an dem Platz, den wir uns auch ausgesucht hätten, stoppt er. Wir haben wieder einen Stellplatz am Wasser! Murkel schreit gefühlte 100 Mal „Danke“ – wir sind alle rundum zufrieden!

Das Meer hat leichte Wellen und Murkel spielt und hüpft darin herum, bis ich ihn irgendwann blau gefroren und zähneklappernd unter die Dusche bugsieren kann.

Nach dem Abendessen hören wir plötzlich laute Musik. Murkel wird ganz aufgeregt: „Ist da eine Party? Da möchte ich hin!“ 5 Animateure singen und tanzen mit den Kids bis 22.30 Uhr – und der Zwerg macht eifrig mit. Völlig unerheblich, dass er kein Wort versteht…

„Gell, ich hab ja Urlaub, da kann ich so lange aufbleiben, wie ich will“! Kaum legt er im Womo den Kopf auf das Kissen, ist er auch schon eingeschlafen.

Samstag, 11.06.11 3. Tag

Der Himmel ist bewölkt und bereits beim Frühstück fängt es an zu tröpfeln. Immer wieder gehen unwetterartige Regengüsse nieder, die aber der guten Laune keinen Abbruch tun. Liebling und Murkel vertreiben sich die Zeit vor dem Fernseher und ich lasse mich von Nicholas Sparks fesseln. 
Nachmittags klart es auf und wir verbringen den Rest des Tages am Meer: Boule spielen und Sandburg bauen steht auf dem Programm.
 
 
Abends gibt es wieder „Party“ – um 22Uhr aber will der Zwerg ins Bett. Er ist müde… *g*

Sonntag, 12.06.11 4. Tag

Auf dem Nachbarplatz ist tags zuvor eine Familie mit 2 Jungs in Murkels Alter angekommen – bereits zum Frühstück stehen die beiden neben uns, erfreuen sich an Murkels Spielsachen und wollen ihm unbedingt ihre zeigen.

Wir wechseln zwischen Pool und Meer ab, wo die drei mit Murkels Riesenschildkröte herumtoben oder im Sand buddeln. Sie radeln zusammen über den Platz oder spielen seltsame Kartenspiele, die wir nicht verstehen – gar nicht mehr verstehen müssen. Alte Grosseltern eben… *lach*
 
 
Immerhin zum Essen bringen wir unseren noch an den Tisch. Am Abend gehen sie zu dritt auf die „Party“, trinken begeistert Granite (Gefrorenes Wasser für 2€ für einen kleinen Becher *tocktocktock* die spinnen die Italiener...) und tanzen und springen, was das Zeug hält. Ihnen fällt nicht auf, dass die Animateure jeden Abend das identische Programm abspulen - *gähn* - vor der kleinen Bühne drängelt sich immer eine große Kinderschar.

Wieder dauert es nur Sekunden, bis Murkel eingeschlafen ist. 

Mittwoch, 8. Juni 2011

Projekt zwölf2011 - Mai und Juni

Irgendwie ist im Moment einfach die Luft raus hier.

Nicht dass mir die Themen ausgehen würden - ganz im Gegenteil. Es gibt so vieles was ich schreiben könnte. Nur: das meiste ist nicht aktuell. Und wen interessiert es schon, dass ich meine Zahn OP gut überstanden habe, auch wenn sie mindestens genau so schlimm war, wie ich es mir vorgestellt habe.

Oder dass wir einen ganz tollen Osterurlaub im Münsterland erlebt haben - mit viel Rad fahren, Eier suchen und noch mehr verrückter, liebenswerter Familie.

Oder dass wir die Einliegerwohnung total umgebaut haben und ein richtiges Schmuckstück herausgekommen ist.

Oder dass ich endlich meine Schuhe für das große Fest gefunden habe, das bereits in 2 Wochen statt findet.

Oder dass ich letzte Woche auf einer schrecklichen Beerdigung war - zusammen mit Lieblingstochter, deren bester Freund aus Schultagen tödlich verunglückt ist.

Mir fällt es zur Zeit schwer, meine Gedanken zu ordnen und mich zu artikulieren - deshalb lass ich es ganz.

Morgen fahren wir für 2 Wochen mit Murkel nach Italien, vielleicht auch weiter nach Kroatien - Körper, Seele und Geist etwas regenerieren. Alles etwas freipusten lassen und Platz für neue Energien schaffen. Vielleicht klappt es dann auch wieder mit dem Schreiben.

Mein Bilderprojekt möchte ich aber in jedem Fall weiterführen. Auch wenn das Maibild schon lange fertig auf dem Rechner ist - hier wird es nun endlich veröffentlicht.
Mai 2011

Und zum Vergleich das Junibild gleich hinterher:
Juni 2011

Wie man sehen kann, ist wieder etwas mehr Wasser im See, obwohl immer noch mindestens ein halber Meter fehlt. Dieses Jahr läuft man ewig, bis man mal ein paar Züge schwimmen kann. Das wird bestimmt noch ein Spaß, bis das Boot im Wasser ist...


Ich nehm mein Netbook mal mit in den Urlaub, weiß aber nicht, ob ich überhaupt schreiben kann oder will. Gute Vorsätze habe ich zumindest mal...

Frohe Feiertage euch allen und bis die Tage!

Mittwoch, 18. Mai 2011

Von Schmodderschnauzen und Schnodderschnauzen

Erstere hab ich mir letzte Woche erworben. Musste mich noch nicht mal dafür bewerben. War sogar umsonst, vor allem, wenn man bedenkt, was ich für Lehren daraus gezogen habe... kostenlos, obwohl es mich teuer zu stehen kommen kann...

Die Schnodderschnauze lag bei mir so in der Wiege rum - ich sie mir geschnappt, bevor sie jemand anderer entdeckt. Vielleicht hätt ich bei den Ohren lauter "hier" schreien sollen... Und seither habe ich sie nicht mehr hergegeben. Oft genug bringt sie mich in peinliche oder unangenehme Situationen, wenn ich ironie- und/oder sarkasmustriefend meine Meinung verkünde und mir so gut wie nix heilig ist.

Und dann merk ich immer wieder, dass nicht alle meinen etwas seltsamen, morbiden Humor verstehen. Da gibt es wirklich herzensgute Menschen ohne irgendwelche bösen Hintergedanken, die glauben ich fahre wirklich in Urlaub (mit Schnodder- aber ohne sanierte Schmodderschnauze) und wünschen mir sogar noch eine gute Erholung!

Meine lieben Leser: ich muss euch um Verzeihung bitten!

Das waren nur Gedankenspiele, Kopfkino, Wünsche, Vorstellungen, Träume, Angst. Weil mein angeborener Urinstinkt, mein Bauchgefühl meinem Verstand etwas sagen will: FLUCHT!!!!!!!! 

Flucht vor einem Kieferchirurg, der in einer Hand ein Skalpell, in der anderen den Bohrer und im Gesicht ein martialisches Grinsen trägt.

Vielleicht ereilt mich mein Schicksal aber schon vorher: Tachykardie + Panik + Hypertonie = *platsch* umfall!

Dienstag, 17. Mai 2011

OP


So langsam wird mein Anhängsel (nein, Schwesterlein, damit ist NICHT Liebling gemeint... *g*) etwas kleiner, die Dimensionen meines Gesichtes nähern sich normalen Ausmaßen und in der Geisterbahn werde ich nur noch im Ticketverkauf eingesetzt - als Vorgeschmack sozusagen.

Doch jetzt droht neues Ungemach: Für Freitag ist die OP angesetzt. Den Zahn nur zu ziehen, wäre auch zu einfach... Er sitzt unter einer Brücke von 4 Zähnen. Logisch, dass es keiner der äußeren ist. Auch logisch, dass er mehrere krumme Wurzeln hat, denen man nur mit einem beherzten Schnitt beikommt.

Sagte ich schon, dass ich Zahnärzte hasse? Dass sie für mich die schlimmsten Folterknechte in unserer Moderne sind? Dass ich schon beim Wort "Zahnarzt" feuchte Hände bekomme, tachykard werde und hyperventiliere?!

Nun sitze ich hier, google mich durch sämtliche last-minute Portale und frage mich, welche Urlaubsregion wohl Zahnschmerzen am besten kompensiert. Hat einer von euch einen Tip??!

Solange ich genügend Antiobiotikum dabei habe, bin ich auf der sicheren Seite. Ach ja - und Ibus. 

Meint ihr, die am Check-in wundern sich, dass mein Handgepäck nur aus Medis besteht?

So, dann muss ich an meinen Fluchtplänen weiter tüfteln...

Sonntag, 15. Mai 2011

Dank an Alexander Fleming

Auch wenn mir zu allem anderen jetzt noch dauerkoddrig ist - ihm habe ich es letztendlich zu verdanken, dass ich keinen Reißverschluss von außen an meinem Unterkiefer einbauen lassen musste. Und sich mein neues, lästiges Anhängsel um mehr als die Hälfte reduziert hat.

Wenn sich das Aua proportional der Größe anpassen würde, hätte ich auch nichts dagegen - da ist leider noch keine Besserung in Sicht. Immerhin hatte ich heute morgen kein Fieber mehr - man ist ja um Kleinigkeiten schon dankbar...

Liebling kümmert sich rührend um mich: dauernd kommt er, erkundigt sich nach meinem Befinden, bringt mir Essen (mit Strohhalm oder püriert...) und Trinken, versucht sich in der Unterhaltung, verschwindet aber spätestens nach ein paar Minuten mit aufgeschrecktem Blick, hektisch vorgetäuschter Betriebsamkeit und einem gemurmelten "Oh, du mein Gott!"

Selbstkritisch muss ich feststellen: Eine Rolle in einem Horror/Zombiefilm würde ich ab heute vielleicht nicht mehr bekommen - in der Geisterbahn hätte ich aber immer noch reelle Aufstiegschancen.

Wenn Liebling seinen breiten Scheitel erklärt, tut er es immer mit den Worten: "Ein schönes Gesicht braucht Platz!" Nun denn, dann bin ich die schönste Frau der Welt! Immerhin brauch ich für die Gesichtspflege derzeit fast die doppelte Menge!
 

Samstag, 14. Mai 2011

Freitag, der 13.


Ein echter Schei*tag...

Mittwoch Abend fängt ein Zahn unten rechts an zu puckern. Zwei Stunden lang. Dann ist es wieder vorbei.

Donnerstag habe ich ganz fürchterliche Kopfschmerzen, die sich auch mit reichlich Paracetamol bzw. Ibu nicht in den Griff bekommen lassen. Abends fange ich an zu frieren und zu schütteln, das Thermometer klettert auf fast 39°C. Alles klar, hier ist eine Erkältung im Anzug.

Denke ich.

Ich schlucke eine weitere Droge und lege mich ins Bett, schlafe erstaunlicherweise auch sofort ein. Zwei Stunden später wache ich auf, weil es an meinem rechten Unterkiefer spannt. Und immer mehr spannt, je weiter die Nacht vergeht.

Freitag morgens sehe ich aus, als ob mir ein weiterer Kopf gewachsen ist - direkt aus meinem rechten Unterkiefer raus. Die Unterlippe reicht fast bis zur Nase und das Reden/Artikulieren fällt mir schwer. Immerhin ein positiver Aspekt, den Liebling gleich ausmacht. 

Kaum dass der Zahnarzt aufmacht, sitze ich auch schon in der Praxis. Der schüttelt allerdings nur bedenklich den Kopf, drückt mir auf die Wange und den Unterkiefer (in mir machen sich Mordgelüste breit) und ruft gleich beim Kiefer/Gesichtschirurgen an. "Soll sofort kommen!" 

Ich wünsch mir eine Burka, denn so fangen alle Kinder an zu schreien und verstecken sich hinter Mami - wäre Halloween, bräuchte ich keine Verkleidung...

Was macht der Chirurg als erstes? Genau, er drückt mir auf meinen Beulen herum! Mir hat man mal beigebracht: Man schaut mit den Augen und nicht mit den Fingern! Könnt ihr euch vorstellen, wie schei*e weh das tut???!!! Ich kann nur noch zischend ein- und ausatmen. 

Da ich die Angewohnheit habe, auf die Betäubungsspritze zu kollabieren, wird mit weiteren Drogen erstmal mein Kreislauf gepuscht. Dann kommt der Doc mit diesem spitzen Folterinstrument. Ich werde wieder wach, als er mir aufmunternd die Wange tätschelt - zum Glück (seinem Glück!!!) die gesunde.

Jetzt greift er nach dem Skalpell und trennt mir die Wange vom Gesicht ab setzt einen kleinen Schnitt. Als er versucht, den neu gewachsenen Kopf durch den Schnitt zu drücken, beschließe ich, das zweite Mal an diesem Tag, das nicht mit klarem Bewusstsein zu erleben.

Mit hoch dosierter Antibiotikumtamponade im Mund, einem Rezept für ebensolches und mit einem Termin für heute morgen in der Hand, verlasse ich wankend die Praxis.

Der Rest vom Tag und die Nacht zieht sich wie Kaugummi - ich ernähre mich von Ibu's und Codein, gekrönt mit einem Nachtischantibiotikum. Trotzdem fiebere und schüttel ich weiter.

Heute morgen hat sich der Zusatzkopf etwas verschoben - dem Gesetz der Schwerkraft folgend hat sich das meiste auf die rechte Halsseite verschoben und drückt auf Luft- und Speiseröhre. Die Lippe hat nur noch Minischlauchbootform und in der Wange hat sich die Schwellung von der Größe einer Melone auf immerhin Kohlrabigröße verringert. Dass ich den Hals nicht mehr drehen kann - nun ja, ein wenig Verlust ist immer...

Beim Kontrolltermin wechselt der Doc die Tamponade, ist aber nicht so richtig zufrieden mit dem Zustand.

"Das war nicht fünf vor zwölf, das war schon zwölf Uhr! Sollte es sich heute verschlechtern oder ich morgen bei der Kontrolle keine signifikante Verbesserung sehen, werde ich Sie stationär aufnehmen. Dann muss in Vollnarkose von außen geöffnet werden!"

Immerhin hätte das den Vorteil, dass ich dabei nicht mehr kollabieren kann...

//*zieht sich die Bettdecke über den Kopf und hofft, dass sie dann niemand entdeckt...

Montag, 2. Mai 2011

Projekt zwölf2011 - April

ich bin nur ein ganz klein wenig zu spät – wir haben ja noch fast April *räusper*

Der Umbau, unser Osterurlaub – ich hatte einfach keine Zeit, für die PSP Frickelei, obwohl das Bild schon am 11.04. entstanden ist.

Doch genug der Jammerei – Tata: hier ist mein Aprilbild!
April 2011
Die Weide zeigt schon ein grünes Kleid, der Beachclub ist gestuhlt und wartet auf die ersten Gäste und vor dem Klangschiff wird es auch viel lebendiger. Was jetzt noch fehlt, ist Wasser. Der Pegel fällt und fällt – im Moment steht er bei 2,80m. Da passt noch viel Wasser in den See.