Dienstag, 19. März 2019

Frühlingsreise 16. - 19.03.19, Tage 32 - 35

16.03.19, Tag 32

Es gibt Nachricht von zu Hause:

Post aus Paris ist da.

???

"Bitte sofort aufmachen!"

Und richtig: ein Knöllchen. Keine Ahnung, wann und wo das passiert ist, aber ich bezahle es lieber gleich, bevor es immer mehr wird.


90€!!! Da hätten wir viel und lange Autobahn fahren können...

Liebling hat seine Rundum-Putzaktion beendet und lädt nun Fahrräder und Roller aus. Wir schnappen uns gleich die Räder und machen eine kleine Tour in die Stadt, ans Meer 






und rund um den Salzsee, auf dem viele Flamingos wie dicke, weiße Bälle stehen.



Gut gelaunt kehren wir zu Wombl zurück. Liebling hat Hunger, hat aber eine ganz spezielle Vorstellung vom heutigen Essen - die Erdbeeren gestern im Salat spucken ihm immer noch im Kopf rum.

"Ich möchte mal wieder Spaghetti."

"Okeyyy, was für welche?"

"Ganz normale Spaghetti. Aber keine Meeresfrüchte. Tomaten- oder Sahnesoße mit Schinken. Und nen richtigen Salat. Bloß nicht wieder mit Erdbeeren drin! Ganz normal!"

Also - auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Herrn: Spaghetti carbonara und Tomaten-Eissalat. Ohne Gedöns. 


Und die Erdbeeren im Quark.


Hausmannskost. 🤪😁

17.03.19, Tag 33

Heute machen wir einen Ausflug mit dem Roller ins 12 km entfernte Moraira. Die Straße geht über die Berge, die Sonne scheint und die Luft riecht nach Salz und Frühling.


Wir bummeln an der Promenade entlang, setzen uns beim Castell Teulada auf die Steine, beobachten das bunte Treiben in der kleinen Bucht und bewundern die Mutigen, die sich in die Fluten stürzen.










Dann meldet sich der Hunger und wir setzen uns in eines der vielen Restaurants an der Promenade. Wir wählen als Vorspeise einen Krabbencocktail.



Liebling nimmt dann ein Kalbssteak und ich ne gegrillte Flunder. 




Als Nachttisch gibt's Tiramisu. 


So gesättigt setzen wir uns wieder auf unser Beiboot - das Cap d'Or ist unser Ziel. Wir kommen auch ziemlich weit nach oben, obwohl der arme Roller bei den Steigungen schon mühsam ächzt. Die letzten paar Hundert Meter müssten wir dann aber zu Fuß zum Turm rauf kraxeln - das pack ich nicht. Also fahren wir laaaaangsam wieder abwärts, machen einen Schlenker über Teulada und von da aus wieder nach Hause.







Da es immer noch sehr warm ist, legen wir uns an den Pool und schlürfen eine Sangria als Absacker.




Wir liegen schon im Bett, als Liebling beweist, dass er doch kochen kann: er macht sich ein Betthupferl. In der großen Schüssel. Natürlich ganz kalorienbewusst. #schwört


18.03.19, Tag 34

Morgens schaue ich das erste Mal während unsrer Reise nicht in einen blauen Himmel. Den ganzen Morgen ist es trüb, hin und wieder nieselt es auch etwas. Ergebnis: das wird ein fauler Tag. Nach dem späten Frühstück lümmeln wir uns wieder ins Bett und schauen in die Glotze.

Als es draußen etwas aufklart, erwachen unsere Lebensgeister wieder. Erst gehen wir zum einkaufen - praktischerweise ist der Discounter keine 100 m weg.

Dann mache ich uns was zu essen: erst gibt es Knoblauch-Chili-Scampis mit Avocado, Lauch und Tomaten sowie ein Walnuss-Baguette. 


Die gefüllten Filets mit Pfefferrahmsoße, Shitakepilzen und Kässpätzle sind ein wahrer Genuss!





















Da ist ein Verdauungsspaziergang Pflicht! Am Strand steht ein 4-Sterne-Hotel, von dem wir wissen, dass es im obersten Stockwerk eine Bar hat. Blitzschnell bringt uns der Aufzug in den Skyroom im 29. Stock. Die Aussicht ist atemberaubend! Wir bekommen einen Sitzplatz auf der Terrasse und sehen, mit einem Aperol in der Hand, die Sonne hinter den Bergen untergehen.









19.03.19, Tag 35

Morgens bekommen wir Besuch von einem Gast des Platzes. Er spricht uns wegen unseres Kennzeichens an. Es stellt sich heraus, dass er aus Kressbronn kommt und dort den Stellplatz und Gasthof "Zum Dorfkrug" in Tunau betreibt. Den Winter verbringt er regelmäßig in Spanien, muss demnächst aber zurück, da er an Ostern wieder eröffnet.

Heute ist St. Josef - in Spanien ein Feiertag und der Vatertag. Außerdem ist der letzte Tag der Fallas - des Frühlingsfestes - an dem spät abends traditionell in allen Ortschaften Pappmachéfiguren verbrannt werden. Ich bin neugierig, welche Figuren die hier haben. So fahren wir hoch in die Altstadt, brauchen aber ne zeitlang, bis wir den Platz finden. Es ist auch nur eine einzige Figur - anscheinend fallen die Fallas in Calpe etwas kleiner aus.


Die bekannte Treppe steigen wir hinunter und besichtigen einen großen Platz mit umlaufenden Säulen - so genau weiß ich aber nicht, was für eine Funktion er hat.








Wir fahren weiter Richtung Altea und sehen plötzlich, kurz bevor es ans Meer geht, goldene Kuppeln im Sonnenlicht blitzen. Eine wunderschöne russisch-orthodoxe Kirche steht in einem kleinen Park. Sie hat geöffnet und wir können sie in ihrer ganzen Pracht besichtigen. 


























Weiter führt uns unser Weg nach Altea Hills. Von ganz oben haben wir eine grandiose Aussicht über die wunderschöne Bucht.





Zufrieden fahren wir zurück - inzwischen meldet sich unser Magen. Es ist noch genug von gestern übrig, dass wir beide satt werden. 

Liebling geht in die Bibliothek und will sich was zum lesen holen. Freudestrahlend kommt er zurück:

"Schau mal, ein Krimi von Adler Olsen, den kannst du dann auch lesen!"

"Mhmmm, wenn ich schwedisch könnte, gerne!"

Er hat ja recht: schwedische Krimis sind immer spannend!!! 😁