Mittwoch, 24. Januar 2018

The same procedure as every year - CMT

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Und da das, was mir in den nächsten Tagen bevorsteht, nicht zu den Highlights eines Lebens gehört, will ich mich wenigstens noch ein wenig ablenken vorher.


So kommt es, dass Wombl nach 2 1/2 Monaten mal wieder gepackt wird. Endlich, würd ich sagen!!!

Eigentlich wollten wir schon am Donnerstag, 18.01., los fahren, da hat uns aber Friederike einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht. Geplant war für den Abend und den nächsten Tag ein Treffen mit Freunden und gemeinsamem Messebesuch - doch es soll wohl nicht sein.

So fahren wir am Freitag Nachmittag erst los und treffen gegen Abend auf dem Stellplatz in Filderstadt ein.


Erst einmal machen wir uns auf den Weg Richtung S-Bahn-Station, dort in der Nähe gibt es ein hervorragendes Dönerrestaurant, in dem wir unseren Hunger stillen. Gerne hätten wir uns ein bissi in Filderstadt umgesehen, natürlich fängt es prompt an zu regnen. Ziemlich durchnässt kommen wir wieder bei Wombl an.

Am anderen Morgen wird erst mal gemütlich gefrühstückt - das erste Frühstück, an dem auch Ludwig CurtHugo teilnimmt - dann gehen wir zur S-Bahn. Natürlich fährt uns die Bahn beim Betreten des Bahnsteigs vor der Nase davon, die nächste geht 30 Minuten später... Wir haben ja Zeit und können auch schön im Warmen sitzen.


Einiges haben wir auf unserer Liste stehen, die wir so langsam abarbeiten, u.a. sind nach knapp fünf Jahren unsere Batterien schlapp und müssen erneuert werden. Obwohl wir uns schon ausgiebig mit den verschiedenen Alternativen beschäftigt haben, wissen wir immer noch nicht, ob wir wieder zwei Gel-Batterien nehmen oder uns für die fünf mal so teure LiFePo4 entscheiden. Wenn man die Ladezyklen und die Lebensdauer vergleicht, ist die Lithiumbatterie unterm Strich im Laufe der Jahre nicht teurer. Genau da liegt das Problem: jetzt nämlich schon.

Und dann geht alles ganz schnell: bei der Firma Autarker schlagen wir zu: es wird eine 160 Amp Lithium mit Batteriecomputer und um auch an etwas trüberen Tagen unabhängig zu sein, kommt gleich noch ein zusätzliches, monokristallines 120 Watt Solarmodul dazu. Damit ist für die nächsten Jahre dieses Thema auch erledigt.

Nun machen wir uns an die Besichtigung der Wohnmobile. Klar sind einige sehr schön oder haben interessante Details, wir merken jedoch wieder einmal, dass Wombl für uns das perfekte Mobil ist und wir vor fünf Jahren genau die richtige Entscheidung getroffen haben! Natürlich schauen wir uns bei Carthago den neuen Liner-for-two an, doch so richtig überzeugt er uns nicht. Nichtsdestotrotz haben wir am Stand viel Spaß, treffen einige Bekannte, lernen neue Leute kennen und freuen uns, dass wir dieser "Familie" angehören.


Müde und zufrieden fahren wir nach Filderstadt zurück und gehen nochmals in dem Dönerrestaurant zum essen.

Sonntagmorgen geht die Fahrt weiter nach Köln. Dies nicht, um die schöne Stadt zu besichtigen, sondern weil ich am anderen Tag stationär ins dortige Krankenhaus muss.

Beim Autohof Bad Honnef beschließen wir, zu tanken und was essen zu gehen. Wir fahren Richtung Tankstelle, als ein Mann uns freundlich zu winkt. Fahren wir die Tankstelle von der falschen Seite an? Ist irgendwas an Wombl? Er meint eindeutig uns, denn er setzt sich in Bewegung und kommt auf uns zu. Liebling lässt die Scheibe runter, das grinst er uns an: "Na, ihr Bodenseeler!"

In dem Moment fällt der Groschen und wir unisono: "Frank! Was machst du denn hier?!"

Vor 10 Jahren haben wir uns auf dem CP am See in Fischbach kennen gelernt und uns seither regelmäßig jeden Sommer eben dort wieder getroffen.

Er sitzt mit Frau und Tochter im Restaurant und hat Wombl mit seinem auffallenden Bild hinten drauf vorbei fahren und abbiegen sehen und ist sofort nach draußen gerannt, um uns nicht zu verpassen.

Klar, wenn man Leute nur mit Badehose und Shirt bekleidet kennt, sind sie mit dicker Jacke und Mütze bekleidet ziemlich fremd.

Und nu sitzen wir ganz unverhofft und fern der Heimat mit Freunden gemeinsam beim Essen.

Vielen Dank, liebe Monika und Frank für ein überraschendes, freudiges Wiedersehen!

Und jetzt sag mir noch einer, die Welt ist kein Kuhdorf!

In Köln angekommen, wird erst mal die Klinik gesucht und gefunden und die dortigen Parkmöglichkeiten eruiert.

Jetzt stehen wir auf den Reisemobilhafen in Köln und sehen wenigstens ein bissi auf den Rhein. Hier geht dank vieler Bäume nur eins: entweder Schiffe oder TV schauen. Da ist Liebling natürlich abends, wenn er alleine in Wombl sitzt, TV lieber.


Überrascht sind wir, als wir beobachten, dass plötzlich ein Ehepaar angeradelt kommt, diese ihre Stühle raus holen und sich vors Womo setzen. Vielleicht sind wir ja nur  Weicheier, die bei 4°C nicht raus sitzen wollen... 


Sonntag, 14. Januar 2018

Ludwig CurtHugo

Darf ich mich vorstellen?


Puhh, was für ne aufregende Zeit liegt hinter mir! 

Da sitze ich doch ganz gemütlich mit vielen Kumpels zusammen im Regal, als plötzlich ne Hand nach mir greift, mich packt und in einen Wagen legt. Gut, ok, die Hand ist weich und streichelt mir auch immer wieder über den Kopf, trotzdem ist mir richtig mulmig, als wir dann in so einem komischen gelben, kleinen Kasten sitzen und draußen ganz schnell Häuser und Bäume auftauchen und genau so schnell wieder verschwinden.

Dann sind wir zu Hause, wie mir die Besitzerin der weichen Hand, mitteilt und mich auf einen kleinen Tisch setzt. Und da sitze ich mutterseelenallein, so ohne meine Kumpels, und mir ist langweilig. Das dauert gaaaaanz lange, bestimmt ein Jahr oder eine Woche oder so, da ziehen mir zwei weiche Hände ein Shirt über und stülpen mir ne Mütze auf die Ohren. Ich höre solche Dinge wie: "Ach ist der niedlich!" "Der sieht ja wonnig aus!" und dergleichen mehr. Viele Hände streicheln mich - weiche, harte, große, kleine und mir wird was erzählt von Reisebegleitung, Wohnmobil, Urlaub, Strand, Sonne und Meer. Das hört sich doch ganz gut an, finde ich! 😉

Am nächsten Tag ist mein Hemd plötzlich wieder weg und ich fühle mich nackisch und mir ist kalt. Die Besitzerin der weichen Hände - inzwischen weiß ich, dass sie Michaela heißt - tröstet mich: mein Hemd soll noch verschönert werden und ich bekomme es bald wieder!

Und richtig - dieses Mal dauert es nur ein paar Monate oder nen Tag oder so und ich habe mein Hemdchen wieder. Jetzt prangt ein schönes "Carthago Fans" vorne drauf. Inzwischen weiß ich auch, dass mein neues Zuhause ein Wohnmobil sein wird, Wombl und mit Nachnamen Carthago heißt.

Und nun sitze ich in Wombl und passe darauf auf. Michaela und Liebling (das ist der mit den großen, haarigen Händen und das, wie sie sagt, Altargeschenk von Michaela) haben mir erzählt, dass in vier Tagen meine erste Reise beginnt und ich bin deswegen schon ganz hibbelig!

Ich habe jetzt auch einen Namen! 

Darf ich mich vorstellen: Ludwig CurtHugo!



Mittwoch, 12. April 2017

Ne Angel, ne Angel!!!!

Seit Jahren nervt mich Liebling schon: "Ich will ne Angel! Alle haben eine Angel, nur ich nicht!"

Dass er angeln pervers und Fisch mit Kopf eklig findet, deswegen auf keinen Fischmarkt gehen kann, dass er keinen Fisch töten, geschweige denn ausnehmen könnte - Nebensächlichkeiten!

Seit gestern stehen wir mit Wombl auf den Felsen in Torrevieja. 


Um uns herum ein Angler neben dem anderen. Und Lieblings Gequengel wird minütlich lauter. Dass in der Dunkelheit Leute mit Angeln und Taschenlampen kommen, lässt ihn beinahe nicht mehr schlafen. Aber erst die Taucher, die mit Harpunen und großen Unterwasserleuchten ins stockdunkle Meer steigen, lassen ihn endgültig ausflippen: „Morgen früh kaufe ich mir ne Angel!“



Unerheblich zu erwähnen, dass er vom Angeln ungefähr so viel Ahnung hat, wie ne Kuh vom Seiltanzen.

Und so kann es ihm heute früh nicht schnell genug gehen: aufstehen, frühstücken, Fahrräder ausladen und los geht die Suche. Torrevieja ist recht groß, hat einen kilometerlangen Strand, gesäumt mit Bars, Restaurants und Geschäften. Nur ne Angel findet er nirgends. Schuhe, Hosen, T-Shirt, Kabelbinder, Klebeband, Parfüm – so langsam werden unsre Körbe voll und immer noch weit und breit keine Angel. Auch ne kleine Kaffeepause bremst seinen Eifer nicht. 


Wir bummeln über den Markt, sehen Klamotten, Elektronik, Schmuck, Tischdecken, Schuhe, Schnitzereien, Handtaschen – nur keine Angel. 

Im fünften Asia-Markt wird er endlich fündig! Dafür, dass er keine Ahnung hat, braucht er ganz schön viel Zubehör. Bleikugeln, Vierfachhaken, Schwimmer – was fängt er nur mit dem ganzen Zeugs an…

Jetzt hat Liebling endlich ne Angel! 


Darauf muss er aber erst mal was essen. Wir sitzen kaum in einem Straßenrestaurant, als eine Familie vorbei läuft,  von denen einer der Söhne eine Angel trägt. Sofort hält er ihn an und lässt sich diese zeigen und erklären. Die Verständigung funktioniert mit Händen und Füßen, ob dies Liebling aber weiter bringt, wage ich zu bezweifeln.

Die Hauptsache ist jedoch: Liebling hat jetzt ne Angel.

Kaum sind wir wieder bei Wombl, werden die Schätze ausgepackt. Jeder einzelne Haken landet erst mal in einem Finger und zwischen „aua!“ und „nee!“ grübelt er darüber nach, wie jetzt wohl die Angel zusammen gebaut wird, wo die Kurbel hinkommt, wie er die Angelschnur einfädelt und den Haken fixiert. Bleikugeln purzeln ins Womo und ich hole ein Pflaster, weil sein erster Fang einer seiner Finger ist.

Die Hauptsache ist jedoch: Liebling hat jetzt ne Angel.









Ratlos fragt er sich, für was das ganze Zubehör wohl sein soll, einzig das Glöckchen ergibt Sinn. Da Angeln aber ein leiser Sport ist, will er dieses nicht verwenden - die Fische könnten ja erschreckt werden. Ja nee – is klar…

Die Hauptsache ist jedoch: Liebling hat jetzt ne Angel.



Innerhalb kürzerster Zeit schafft er es, die Angelschnur total zu verwirren und stellt fest, dass alles falsch eingefädelt ist. Jetzt kommt die Schere zum Einsatz: Haken, Fliege, Bleikugeln und Schwimmer werden kurzerhand abgeschnitten und die Einfädelei beginnt von vorne. O-Ton Liebling: „Bis ich zum angeln komme, habe ich keine Schnur mehr.“

Die Hauptsache ist jedoch: Liebling hat jetzt ne Angel.

Vielleicht ist es besser, wenn er gar nicht erst so weit kommt: vor meinem geistigen Auge sehe ich, dass er beim Auswerfen den Haken im Ohr hat, gleich die ganze Angel ins Meer schmeißt oder höre seinen Entsetzensschrei, sollte tatsächlich ein Fisch anbeißen.

Die Hauptsache ist jedoch: Liebling hat jetzt ne Angel.

Bei der ersten Trockenübung fängt er immerhin ein Grabüschel, aber seine Ohren sind noch dran.


Beim zweiten Wurf ist die Angelschnur abgerollt... und verwirrt. Er beschließt, kein weiteres Risiko mehr einzugehen und seine wertvolle Errungenschaft bei diesem Wind erst mal zu schonen und weg zu packen.

Die Hauptsache ist jedoch: Liebling hat jetzt ne Angel.



Montag, 23. Januar 2017

CMT + Bad Dürrheim 19. - 23.01.2017

19.01.2017 FN - SP Filderstadt


Da Liebling morgens noch arbeiten geht, habe ich genug Zeit, um Wombl reisefertig zu machen. Wenn ich genau hinhöre, lacht es vor Freude, mal wieder gesattelt zu werden, leise vor sich hin. Genau wie ich!!!

Als Liebling heim kommt, mache ich uns noch was zu essen, dann darf Wombl auf die Gass. Wir fahren über das Deggenhausertal, Sigmaringen und Reutlingen - überall bietet sich uns eine zauberhafte Winterlandschaft!


Kurz vor dem Dunkelwerden kommen wir in Filderstadt an und sind erst einmal verwundert, da der SP ein klein wenig anders aussieht: da wo früher die Parzellen und die Stromsäulen waren, befindet sich nun eine Notunterkunft für Asylbewerber. Die SP sind an anderer Stelle ausgewiesen, allerdings ohne Stromanschluss. Uns stört das nicht - Wombl sieht nicht so oft eine Steckdose.

Kaum stehen wir, kommt schon der nächste Carthago - eifrig winkt die Besatzung zu uns herüber.

Wir machen es uns gemütlich, essen etwas und machen uns heißes Wasser - ich freue mich auf eine heiße Dusche!

Kennt ihr das: 

Du erfreust dich an dem warmen Wasserstrahl, der deine Müdigkeit ein wenig vertreibt. Du cremst dich ein und da es in Wombl eh so richtig kuschelig warm und gemütlich ist, wirfst du dich gleich in den Schlafi. 

Die hausfraulichen Pflichten vernachlässigst du natürlich auch nicht und lederst anschließend die Dusche sorgfältig von oben nach unten ab. 

Und dann kommt der Moment, wenn du beim Aufrichten mit dem Hinterkopf schwungvoll die Duscharmatur öffnest. 

Ich bin mich dann mal am trockenlegen, während Lieblings schadenfrohes Gelächter durchs Womo schallt...

😁

Wir sitzen schon leicht schläfrig beisammen, als uns die Nachricht eines bekannten Ehepaars erreicht: sie sind auf dem SP an der Messe, wollen morgen auch auf die CMT. Wir überlegen kurz - bauen wieder ab und machen uns auf den Weg zum Messestellplatz. Dort angekommen wird uns mitgeteilt, dass wir uns einen Platz suchen sollen - Strom gibt es keinen mehr, dafür sind wir viiiiiel zu spät - und uns dann in dem Haus mit dem blauen Dach anmelden und 20€ bezahlen dürfen. In dem Moment donnert eine frisch gestartete Maschine über unsere Köpfe hinweg, wir schauen über die wenig einladende Betonplatte mit dicht an dicht parkenden Womos hinweg und sind uns wortlos einig: keinen Strom haben wir auch in Filderstadt, dafür Ruhe, Schneelandschaft und das alles für lau. 10 Minuten später stehen wir auch schon wieder auf unserem alten Platz. 

20.01.2017 Filderstadt - Messe/Flughafen Stuttgart - Filderstadt


Frühstücken, Rucksack packen, Tickets nicht vergessen - wir sind bereit für die Messe! Es sind schon wieder ein paar Womos abgereist, einzig 3 Carthagos sind über geblieben! Alles Leute mit Geschmack und Sachverstand! 😉😉


500 m bis zur S-Bahn Station in klirrender Kälte, direkt in den gleich abfahrenden Zug rein und eine Station später sind wir bereits im Gewühle. Kurz überlegen wir, ob wir noch eine Etage höher steigen und uns einen Flieger ins Warme raus suchen sollen, entscheiden uns dann aber dagegen. Wir können doch Wombl nicht alleine lassen! 😉

Zuerst geht es in die Zubehörhallen, immerhin hätten wir schon noch ein paar Verhübscherungen für Wombl in Sinn: eine Zusatzluftfeder hinten wäre schön, irgendwann müssen es neue Batterien sein - die Träume sind größer als der Geldbeutel. Wie oft! Egal, wir lassen uns Angebote machen, erkundigen uns nach Fährverbindungen nach Griechenland mti Camping an Bord für den Herbst, schauen am Autarker-Stand bei Sandra und Andreas vorbei, kaufen auch ein paar nette Gimmicks, wie z. B. eine aufblasbare Solarlampe!!!

Auf dem Weg zwischen zwei Hallen stoßen wir mit den Bekannten zusammen, die wir am Vorabend eigentlich besuchen wollten. Wir haben die zwei vor über 10 Jahren mal in der Normandie kennen gelernt und uns nie aus den Augen verloren, auch wenn wir uns in der Zwischenzeit nur zweimal gesehen haben. Die Freude ist groß und wir beschließen, jetzt erst mal einen Kaffee zu trinken.


Mit der Zusicherung, dass sie abends auch nach Filderstadt auf den SP kommen, verabschieden wir uns und erkunden weiter die Womos. Die Hecksitzgruppen in Frankia und Concorde haben was, nur die Schlafsituation finde ich einfach unbefriedigend. In einen Alkoven will ich nicht mehr und aus einem Hubbett kann ich nicht aus dem Fenster schauen - eines meiner wichtigsten Vorlieben! Also machen wir uns auf zu Carthago und werden da von unserem Händler und seinen Verkäufern aufs herzlichste begrüßt und gleich auf einen Kaffee eingeladen. Dann sitzen wir bestimmt noch eine Stunde lang im Highliner, bedauern, dass wir in der Portokassen keine 150000€ für die Zuzahlung haben und verabschieden uns dann gut gelaunt.

In Filderstadt gibt es gleich neben der S-Bahn Station einen prima Dönerladen, den wir jedesmal besuchen, wenn wir in der Ecke sind. So auch heute. Gesättigt entern wir Wombl. Und ganz ehrlich? Es ist doch schön, unser rollendes Zuhause und passt genau zu uns!

Inzwischen sind auch unsere Freiburger Freunde angekommen und stehen direkt neben uns.

Der Abend klingt erfolgreich mit einem Zittersieg meiner Bayern aus - gelungener Tag!


21.01.2017 Filderstadt - Bad Dürrheim


Wir wollten eigentlich heute nochmals auf die Messe, haben aber keine richtige Lust mehr: das, was uns wichtig war, haben wir gesehen. Deshalb fragen wir unseren neu angekommenen Nachbarn, ob er noch Karten braucht, die auch dankend angenommen werden. Wir wollen das WE lieber in Bad Dürrheim verbringen - noch ein bissi wellnässen... 😉

Die Sonne scheint vom strahlendblauen Himmel, auch wenn es draußen knackig kalt ist. Als wir uns von unseren Freunden verabschieden wollen, sagen sie uns, dass sie auch weiter wollen - nach Bad Dürrheim. Passt doch!

120 km sind schnell geschafft. Platz gibt es reichlich - so leer habe ich diesen Stellplatz noch nie gesehen! 


Kaum haben wir uns aufgebaut, sind auch die Freiburger da. Wir spazieren zusammen ins Dorf und gehen beim Chinamann lecker essen. Es wird ein sehr lustiges Essen. Von den Nachbartischen schauen sie teilweise sehr indigiert zu uns herüber - das ist uns aber wurscht!




Nach einem Verdauungsspaziergang durch den Park sind sich die Männer einig: jetzt erst mal Augenpflege betreiben. Das zieht sich... und zieht sich...irgendwann schließe ich mich der herumlümmelei an... und es zieht sich bis zum anderen Morgen! 😂 *hachz* ich liebe solche Gammeltage!!!

P.S.: Neben uns steht ein Schweizer, der offensichtlich nicht so zufrieden mit seinem Womo ist. Dies tut er auch sehr deutlich kund.



Ich sag nur freundlich "Hallo" und sprech ihn NICHT darauf an. Für mich hat das was von mimimi, ich bin so ungerecht behandelt worden, Sandkastenspielen und was auch immer. Wenn ich mich mit meinem Gefährt nicht mehr identifizieren kann, setze ich mich nicht mehr rein, verkaufe das Teil und gut is. Da mach ich nicht noch ne Mitleidstour durch die Lande!

22.01.2017 Bad Dürrheim

Ich habe gut geschlafen - hach, in Wombl schlafe ich immer gut. Und wenn nicht, ist es mir einfach egal.

Die Sonne scheint ins Womo, da schmecken die frischen Brötchen und das Frühstücksei grad nochmal so gut!

Gestärkt machen wir einen schönen Spaziergang durch den von der Sonne beschienenen, glitzernden Schnee. Die Luft ist Balsam für meine geschundenen Lungen - ich hab das Gefühl, als ob ich bis in die Zehenspitzen atmen kann!







Danach setze ich mich mit dem neuen "Kluftinger" vors Womo, während Liebling sich ausgiebig mit den anderen Womobesatzungen unterhält.


Liebling bringt mir sogar ein Geschenk vorbei! Pfui - nicht was ihr denkt! Das ist der Eisklotz, der sich vom Tropfwasser unter der Heizung gebildet hat! 😂😂😂😂😂


Als sich der Hunger meldet, schiebe ich uns Pizza in den Backofen. Satt und zufrieden machen wir uns auf den Weg in die Therme, schwimmen ein paar Runden, lassen uns umsprudeln und von Düsen massieren und dösen ein wenig auf den Liegen.


Als wir ins warme rollende Zuhause zurück kommen, gibt es noch einen schnellen Eintopf, dann beschließen wir, den Tatort heute in liegender Stellung zu sehen. Wir sind einfach nur platt! 

23.01.2017 Bad Dürrheim - Homebase


Wieder lacht die Sonne am Morgen, während wir unser Frühstück verzehren. Der Platz hat sich ziemlich geleert - vor der Rezeption stehen noch ganze fünf Womos.

Wir lassen gleich Wasser komplett ab und blasen die Leitungen durch - immerhin muss Wombl jetzt über 4 Wochen warten, bis es weiter geht.

Zu Hause angekommen wird ausgeräumt und schweren Herzens Wombl wieder alleine gelassen. Aber heute genau in einem Monat geht's wieder los: dann wird unsere Rollwohnung wieder ausgiebigst genützt!

Sonntag, 25. September 2016

Sommer 2016 - Fischbach 04.07. - 18.07.2016

04.07.2016



Nachdem wir uns am Vortag bereits einen Platz herausgesucht haben, machen wir uns heute zeitig auf den Weg. Nach minutenlanger Fahrt ;) kommen wir trotz allem relativ entspannt an. Leider entpuppt sich unsere ausgesuchte Parzelle als Flop, da wir hier keinen Fernsehempfang bekommen. Alle anderen Plätze in erster Reihe sind belegt, bis auf einen - der ist aber für unser Dickschiff zu klein.

Wir machen schon mal die Runde und begrüßen die Dauercamper, zu denen wir jeden Sommer auch gehören. Dieses Jahr können wir allerdings nur 2 Wochen bleiben, da meine Reha Ende Juli ansteht.

Während wir noch grübelnd herumstehen, fällt mir plötzlich eine Frau um den Hals, während der dazu gehörige Mann lautstark und freudig Liebling begrüßt. Die Zwei aus Obersdorf haben wir vor 8 Jahren, zusammen mit noch einem Pärchen, hier auf dem Platz kennen gelernt, uns auch einige Male und getroffen, jetzt aber bestimmt schon 5 Jahre nicht mehr gesehen! Das Hallo und die Freude ist dementsprechend groß!

Noch größer wird die Freude, als sie uns anbieten, mit ihrem Womo auf den noch freien Platz zu fahren und uns ihren größeren Platz zur Verfügung stellen! Perfekt!!!

Schnell haben wir uns aufgebaut und können die Aussicht und das Wetter genießen!





Ganz schnell kommt auch der erste Besuch - eine Entenmama mit ihren neun kleinen Küken.


05.07.2016

Morgens geht es erstmal wieder heim: für den anstehenden Besuch von Sohnemann mit Frau und den Zwergen muss ich noch alles vorbereiten. Die Vier können sich in der Wohnung breit machen, während wir das mobile Leben genießen und wir uns trotzdem immer schnell sehen können.

Nachmittags bekommen wir Besuch von unserem Ziehsohn mit Frau und Enkel Nr. 6. Der rennt inzwischen wie ein Wiesel - die Enten sind sein beliebtestes Jagdobjekt!






Abends telefoniere ich nochmals mit Basti und auch der Große will noch etwas loswerden: "Oma, ich freu mich schon so! Und sag auch Opa viele Grüße - du weißt schon: das ist der Mann, den du geheiratet hast!" 

06.07.2016

Heute ist einfach nur Nichtstun angesagt - wir liegen in der Sonne, gehen schwimmen und spielen Mikado: wer sich zuerst bewegt, hat verloren. ;-)


Den Abend verbringen wir mit unseren Oberstorfer Freunden in Raderach - die Krone hat einen wunderschönen Biergarten unter Kastanien mit einem grandiosen Blick auf den See.






Bei einem schönen Glas Wein lassen wir den Abend vor dem Womo ausklingen.



07.07.2016

Morgens kurz nach fünf klingelt mein Handy: Basti mit Family steht vor der Schranke! Sie sind die ganze Nacht gefahren, damit es für die Zwerge nicht so anstrengend ist und wollen jetzt den Schlüssel für die Wohnung abholen. 

Ich komme an der Rezeption an und schon springen mir meine zwei Wonneproppen hellwach mit "Oma, Oma" Rufen in den Arm. Hachz!!! Ich würde sie am liebsten gleich dabehalten, zu dieser unchristlichen Zeit würde ich mir mit deren Indianergeheul allerdings vielleicht nicht nur Freunde auf dem Platz schaffen...

Also gebe ich ihnen den Schlüssel - die Eltern brauchen Schlaf, vielleicht gönnt der Nachwuchs den ihnen sogar und legt sich auch noch etwas hin.

Nachmittags ist aber kein Halten mehr! Bewaffnet mit Schwimmflügeln, Wasserpistolen, Eimer und Gießkanne fallen sie ein. Dann gibt es nur noch eins: ab ans Wasser! Der Kleine hat es mehr mit Spritzen und Nass machen, der Große ist schon mutiger und geht immerhin bis zu den Oberschenkeln rein. Da sie nur Schwimmbad und Babybecken gewohnt sind, ängstigt der große See sie etwas.






Nach ausgiebigem Geplantsche lassen wir uns es im CP Resaurant gut schmecken!





08.07.2016

Heute machen die Vier einen Ausflug zum Affenberg nach Salem und kommen übersprudelnd vor Eindrücken zurück! "Oma, der Affe hat mich angefasst!" "Ich hab den kleinen Affen gefüttert!" "Da sind ganz viele Störche!" Der Mund steht keine Sekunde still!

Natürlich ist auch Murkel da, SchwieTo ebenso und nach einer ausgiebigen Runde im See (Murkel und Liebling verweigern, nachdem das Geläut etwas Wasser abbekommen hat...) machen wir einen genussreichen Grillabend.






09.07.2016

Heute kommen sie bereits mittags vorbei. Der Große will unbedingt mit Murkel fern schauen - so aufregend im Womo!!!


Nach kurzer Zeit lockt das schöne Wetter die zwei Helden wieder nach draußen. Mit noch ein paar Jungs vom Platz wird kräftig gebolzt und die Strandmuschel zum Tor umfunktioniert, während der Kleine sich stundenlang mit der Gießkanne vergnügen kann und alles unter Wasser setzt.











Auf dem Platz ist heute Bouleturnier, der mit einem DJ seinen musikalischen Abschluss findet. Liebling und ich verbringen hier einen lustigen, unterhaltsamen Abend.



10.07.2016

Langsam werden die Zwerge mutiger und gehen immer tiefer ins Wasser. Plötzlich ruft der Große: "Oma, ich kann schwimmen!" Stolz wie Bolle plantscht er mit Opa draußen im tiefen Wasser.




Der Kleine vergnügt sich im eher flacheren Wasser mit seiner Gießkanne - wer nicht aufpasst, wird gegossen!




Bevor wieder ausgiebig gegrillt und geschlemmt wird, bekommen erst mal alle die Haare geschnitten - SchwieTo hat Großkampftag.



11.07.2016

Heute macht Sohnemann mit seiner Familie einen Ausflug zum Haustierhof in Reutemühle, was den Zwergen so richtig Spaß macht!

Und wenn man schon am See Urlaub macht, ist die Überfahrt mit der Fähre von Meersburg nach Konstanz ein Muss!










Wir hingegen bekommen Besuch eines Pärchens, die wir dieses Jahr in unserem Spanienurlaub kennengelernt haben und mit denen wir dort eine tolle Woche verbracht haben. Eigentlich wollten sie auch ein paar Tage mit dem Womo und Boot kommen, doch wenn man die Handwerker zu Hause hat, ist das ein wenig schwierig.

So sitzen wir in der Sonne, schlürfen den Wein aus deren eigenem Weinberg und gehen im Restaurant lecker essen. Nach viel Erzählen und Gelächter darf auch eine Runde im Wasser nicht fehlen.




Langsam ziehen dunkle Wolken auf - ein Gewitter droht. Unser lieber Besuch - immerhin mit dem Cabrio da - macht sich lieber langsam auf den Heimweg in den Schwarzwald. Später rufen sie an, dass sie noch trocken angekommen sind. So viel Glück haben wir nicht - bei uns regnet es heftig.

12.07.2016

Was gibt es zu erzählen: es regnet immer wieder, dazwischen gibt es beeindruckende Regenbogen. Wir machen uns einen richtig faulen Tag mit aufräumen, entspannen, lesen, Augenpflege betreiben, Fernseh gucken und mit Quatschen mit den Nachbarn.









Die Jungen gehen heute ins Luftikus nach Meckenbeuren, wo sie sich so richtig austoben und abends todmüde ins Bett fallen.








13.07.2016

Meine Eltern wollen ihre Urenkel natürlich auch sehen. Mein Bruder mit seiner Enkelin ist auch da, also nehmen wir Murkel heute nicht mit - 3 der 6 Urenkel ist gerade genug für Uroma und Uropa.



Und die Zwerge sind richtige Kinder unserer Zeit: Bruder-Enkelin sitzt mit ihrem Handy unter dem Tisch, weil da das Licht am besten ist. Sofort leisten ihr die zwei Jungs Gesellschaft.





14.07.2016

Auch heute machen die vier wieder einen Ausflug - da ich eine alte Frau bin, weiß ich noch nicht einmal mehr, wohin...

Gegen 17 Uhr kommen sie vorbei und lassen uns dann den Großen da: er will heute Nacht bei uns Womo schlafen! Lassen wir uns überraschen, was dabei heraus kommt, immerhin hat er noch nie auswärts geschlafen.

Wir lassen ihn erst mal ein wenig spielen, dann wird gegessen und so langsam mal ans ins Bett gehen gedacht. Es ist 20 Uhr - normalerweise schläft er um diese Zeit schon lange.

Ich bringe ihn ins Bett. "Oma, du musst hier hin liegen." "Oma, wo ist Opa?" "Doch, Opa muss auch kommen!"

So kommt es, dass wir alle drei so früh wie noch nie ins Bett gehen.

"Oma, ich will die Geschichte mit dem kleinen Bär. Opa, du musst auch zuhören!" "Ihr müsst auch mitbeten!"

Endlich sind alle Rituale abgewickelt und wir machen das Licht aus, küssen den Kleinen und wünschen ihm eine Gute Nacht. Selbstverständlich, dass wir nicht aufstehen dürfen.

"Oma, ich hab Durst!" "Ich muss nochmals auf Toilette." "Meine Füße brauchen frische Luft!" "Wo wohnt der Seehase?" "Ertrinkt der nicht im See?"

Trotz der Ermahnung doch jetzt die Augen zu zumachen und einzuschlafen, zieht sich dieses Spielchen bis 22.30 Uhr. Von einer Sekunde auf die andere ist er plötzlich mitten im Satz weggetreten. Puhhhh - geschafft!

15.07.2016

Immerhin bis 8 Uhr lässt uns der Kleine schlafen. Dann will er erstmal die Sicht aus dem Womodachfenster erkunden.

"Oma, ich sehe ganz viele Enten!"




Ich bin überzeugt, diese Ansage hat der ganze Campingplatz gehört. Kann sein, dass wir heute nicht besonders beliebt sind...

Kaum ist gefrühstückt, macht er sich daran, die armen, fast verhungerten Entchen zur füttern.



Nächste Aktion ist Wasserbomben basteln mit Opa - er hört nicht auf, bis der große Eimer voll ist. Dann wird mit Eifer eine nach der anderen zerdeppert.



Gegen Mittag kommen die anderen vorbei. Wir gehen ins Restaurant zum essen, dann fahren sie einen alten Freund von Basti besuchen.

16.07.2016

Seehasenfest, das Kinder und Heimatfest von Friedrichshafen.

Ich habe für unseren Besuch Schiffskarten besorgt. Sie fahren mit einem der Schiffe der weißen Flotte raus auf den See und holen den Seehasen aus dem Tiefseemöhrenfeld ab. Sie haben sogar das Glück, dass es Karten für MS Stuttgart sind, auf dem der Seehase traditionell immer mitfährt.

Ich beobachte vom CP-Ufer aus, wie die Schiffe auf dem See einen Stern bilden.



Natürlich ist der Blick von meinen Lieben enorm besser!










Nach der Rückfahrt muss logischerweise dem Rummelplatz auch ein Besuch abgestattet werden - Karussellfahrt inklusive!




Wir lassen auf dem Platz die Stimmung des Sees auf uns wirken, laben uns (na gut: ich :-D) an einem frisch gemachten Erdbeerlimes und lassen den Tag ausklingen. 






Abends sitzen wir auf dem CP am Ufer gemütlich auf unseren Stühlen und betrachten das Feuerwerk!







17.07.2016

Seehasenumzug. Für Basti mit sehr viel Erinnerung verbunden, für die Zwerge am Anfang sehr laut. Wenn die Fanfarenzüge oder Musikkapellen kommen, halten sie sich die Ohren zu. Zuerst, Mit der Zeit klatschen und schunkeln sie mit! Dem Seehas rufen sie begeistert zu!







Auch Murkel hat das Vergnügen, mitlaufen zu dürfen - auch wenn sich seine Begeisterung in Grenzen hält... und das nicht nur wegen des warmen Kostüms... gnihihi



Nach dem Umzug gehen wir nochmals zu meinen Eltern zum Kaffee trinken, dann naht auch schon der tränenreiche Abschied. Der Urlaub meiner Lieben neigt sich dem Ende zu, in der kommenden Nacht werden sie wieder Richtung Heimat fahren. Würden sie doch bloß nicht 800 km weit weg wohnen... :(

Ein Trost bleibt: im September werden wir sie besuchen - solange muss ich von Erinnerungen zehren.

18.07.2016

Heute verlassen wir den CP. Nur 14 Tage - im Regefall verbringen wir mindestens 6 Wochen da. Doch meine Reha wartet.

Reihum Abschied von den Dauercampern und der Entenfamilie genommen, nochmals schnell im See geschwommen und schon rollt Wombl langsam vom Platz und macht sich auf seinen weiten Heimweg!