Freitag, 7. September 2018

03. - 07.09.2018, Tage 58 - 62

03.09.18, Tag 58

Es kommt, wie es kommen musste: es bleibt beim eigentlich. 😁😁

Das Wetter ist viel zu schön, zum weiter fahren! Am gleichen Tag, als wir angekommen sind, kam nur ein paar Minuten spĂ€ter ein anderes Womo aus der RĂŒdesheimer Ecke. Der Besatzung geht es so wie uns - auch die verlĂ€ngern Tag um Tag. 😊

Erst setzen wir uns vors Womo, doch der Wind ist frisch. 


Deshalb tragen wir unsre StĂŒhle vor an den Strand - hier ist es hinter den Steinen geschĂŒtzt. Wir erzĂ€hlen und lachen, gehen immer wieder ins herrliche Wasser, solange bis uns unsrer Magen sagt: hey, ich will was zum arbeiten haben.




Erst schnell unter der Dusche das Salzwasser abwaschen, dann bummeln wir zusammen rĂŒber in den Ort. 

Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwĂ€hnt habe, aber Liebling geht, im Gegensatz zu vielen anderen MĂ€nnern, gern shoppen. An dem auf dem Weg in den Ort liegenden Zelt mit massenweise Krimskrams kann er nicht vorbei gehen: Kabelbinder, LED-Lampen, Feuerzeug, Haken, Schrauben, Batterien - anscheinend braucht man das jeden Tag neu... 😉 So schnell können wir MĂ€dels gar nicht schauen, wie die zwei MĂ€nner im Zelt verschwunden sind. Auch unser Bekannter findet die LED-Taster toll - ich kann mit gar nicht vorstellen, dass ein Womo so viel unbeleuchtete Ecken haben kann. Aber was weiß ich schon... 🙈😂

Mit zufrieden grinsenden MĂ€nnern gehen wir auf Restaurant-Suche, was sich schwieriger gestaltet, als gedacht. Heute am Montag geht hier in Polen die Schule wieder los, die Saison ist vorbei und viele LĂ€den sind einfach zu. 

Endlich finden wir ein offenes Lokal, das Schnitzel mit Kartoffeln und Salat fĂŒr 4€ im Angebot hat. Jetzt fehlt nur noch ein vernĂŒnftiger Nachtisch. Wir zeigen unseren Freunden unsere favorisierte Eisdiele, wo wir schon zweimal waren. Und auch die Beiden sind begeistert von dem großen, gĂŒnstigen Eisbecher mit superleckerem Eis.



Was sind wir froh, dass auf dem RĂŒckweg das Zelt schon zu hat - offensichtlich haben die MĂ€nner nicht alle Leuchten mitgenommen, das VersĂ€umnis muss unbedingt korrigiert werden.

Schon wĂ€hrend wir auf dem Heimweg zu Wombl einem traumhaften Sonnenuntergang zuschauen, reift der Entschluss, dass wir uns das "eigentlich" morgen frĂŒh schenken können - wir bleiben nochmals nen Tag.






04.09.18, Tag 59

Der Hafenmeister grinst schon, als er uns ansichtig wird. "Noch ein Tag?" "Noch ein Tag!"

Wir verbringen den Tag wieder am Strand. WĂ€hrend es im SĂŒden Deutschlands kĂŒhl und regnerisch ist, haben wir nach wie vor schönstes Wetter - das nutzen wir weidlich aus! Wer weiß, wann wir wieder zum schwimmen kommen - morgen soll die Reise wiedergehen.

Gegen SpĂ€tnachmittag machen wir uns wieder auf in den Weg in den Ort. 



Genau: natĂŒrlich erst ins Zelt - jetzt hat das Paradies sogar 50% auf alles!

SpĂ€ter gönnen wir uns in einer urigen Gartenwirtschaft HĂ€hnchen mit Pommes und Salat. Die Portionen sind so groß, dass anschließend noch nicht mal ein Eis Platz hat.

















05.09.18, Tag 60

Wir sitzen gerade beim FrĂŒhstĂŒck, als unser Bekannter vorbei kommt. Er ist unschlĂŒssig - eigentlich ist das Wetter so toll und eigentlich haben sie noch Zeit. Lapidar meint Liebling, ohne sich mit "eigentlich" aufzuhalten: "Wir bleiben noch!" Gut, dann weiß ich das auch. đŸ€—đŸŒž

WĂ€hrend Liebling die Enten fĂŒttert, informiere ich den Hafenmeister. Lachend erzĂ€hlt er uns, dass ab 01.10. der Platz kostenfrei ist. Nur so... 😂😂😂




Wieder verbringen wir einen schönen Tag am Strand und genießen nochmals Sonne und Wasser. Und dann folgt ein gaaaaanz seltenes Ereignis: ich koche. *schwört* 😎 Spaghetti carbonara gibt's.

Zum Abschied wollen wir nochmals in unsere Eisdiele. NatĂŒrlich mit dem Umweg ĂŒbers Ramschzelt. Komisch, dass die MĂ€nner immer noch was finden...

Die junge Bedienung begrĂŒĂŸt uns schon wie alte Bekannte und richtet uns unseren Lieblingseisbecher. 


Auf dem RĂŒckweg schaffen wir tatsĂ€chlich mal einen Abstecher in den Ortskern, der allerdings seeeeehr ĂŒberschaubar ist. Ansonsten ist der ganze Ort auf Tourismus ausgerichtet.




06.09.18, Tag 61

Liebling hatte ne schlimme Nacht - er konnte sich kaum rĂŒhren vor Schmerzen. Ich versorge ihn mit Medis und reibe ihn ein - so langsam erholt er sich.

Und dann wird es tatsĂ€chlich wahr: nach sechs statt nach einem Tag fahren wir weiter. Unser Ziel ist Kolobrzeg (Kolberg). Erst fĂŒllen wir in einem Supermarkt unsre VorrĂ€te wieder auf, dann fahren wir den ausgesuchten Stellplatz an. Er liegt nah am Strand und ist recht voll mit PKW und Wohnmobil. Wohl ist uns nicht bei der Vorstellung, hier Wombl alleine zu lassen, auch das ganze Drumrum ist nicht sehr einladend. Wir drehen wieder um und steuern das erste Mal auf dieser Tour einen Campingplatz an.

Wir bekommen eine großzĂŒgige Parzelle und sind erstaunt darĂŒber, dass der Platz ziemlich voll ist - fast alles Deutsche.


Viel tut sich heute nicht mehr: es gibt die ĂŒbrigen Spaghetti von gestern und spĂ€ter noch Kaffee und Kuchen. Ansonsten liegt Liebling und kuriert sein Kreuz.

07.09.18, Tag 62

Es geht ihm heute morgen etwas besser und ich bin froh darĂŒber. Wir frĂŒhstĂŒcken in der Sonne, dann mache ich in Wombl klar Schiff. Plötzlich höre ich seltsame GerĂ€usche vom Dach. Ich traue meinen Ohren nicht - der wird doch nicht... Ich raus aus dem Womo und nach oben geschaut: DIESER. VERRÜCKTE. MANN. SITZT. AUF. DEM. DACH!!!

Ich glaub, ich seh nicht richtig: Kreuzschmerzen bis zum abwinken und dann das Dach putzen. Ich rauf auf die Leiter, gefragt, ob im OberstĂŒbchen noch alles leuchtet, den Eimer geschnappt und diesen im hohen Bogen vom Dach geschmissen - fĂŒr sowas brauch ich fĂŒnf Sekunden! Ich muss mich beherrschen, das mein Geschrei nicht bis ins Alpenvorland hallt - Galavorstellung fĂŒr den Campingplatz reicht. Nur widerwillig verlĂ€sst Liebling seinen Hochsitz, absolut verstĂ€ndnislos ob meiner Wut. Was interessiert mich ein schmutziges und salziges Dach, wenn er ne Stunde spĂ€ter nicht mehr laufen kann!!!

So laaaaaaangsam beruhigen sich meine Nerven wieder, als Liebling sich auf dem Stuhl ausstreckt und ein wenig Ruhe gibt.

Neben dem Campingplatz gibt es einige Restaurants, die wir zur Mittagszeit ansteuern. Liebling bestellt sich Döner mit Pommes - ich habe noch niemals eine derart große Portion auf einem Teller gesehen. Da werden drei Leute satt davon. Den Salat vom BĂŒffet holt er sich schon gar nicht, weil klar ist, dass er diesen Teller nie schafft. 


Ich nehme das TagesmenĂŒ: eine sauleggere GemĂŒsesuppe mit viel Einlage, ein Schweinebraten mit Rahmsoße, Kartoffeln und Salat vom BĂŒffet. 



Und was macht Liebling, wÀhrend wir auf unser Essen warten? Er hÀngt am GelÀnder. Nein, er will es nicht heraus reissen, er will nur seine WirbelsÀule dehnen.

















GesĂ€ttigt bezahlen wir fĂŒr alles mit GetrĂ€nken knappe 12 Euronen.

Noch eine kleine Fahrradtour ins Zentrum, dann kehren wir zurĂŒck zu Wombl. WĂ€hrend ich uns Kaffee mache, erwische ich Liebling schon wieder, wie er die RĂ€der putzt...



Wie war das nochmal: bis du die Kerle mal im Heim hast, machste was mit als Frau! 😁😁😁

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