Samstag, 20. Juni 2009

11. und 12. Tag

16.06.09 11. Tag

Die Campingplatzsuche gestaltet sich schwieriger als gedacht. Zwischen Agde und Narbonne-Plage fahren wir unzählige Plätze an. Entweder sind sie belegt, die Parzellen für unser Dickschiff zu klein, zu teuer oder sie liegen nicht direkt am Meer. Die Sucherei ist nervig, ich mag es auch nicht, jeden Platz erst mal kilometerweit zu Fuß erkunden zu müssen.

In unserem Stellplatzatlas sehe ich, dass in Narbonne-Plage ein Platz am Meer erwähnt ist. Nachdem wir erst mal in einem für Frankreich typischen, riesigen Supermarkt unsere Vorräte aufgefüllt haben, lenken wir unser, Wombl dorthin und beschließen, die Campingplatzsuche erstmal zu verschieben. Der Womostellplatz entpuppt sich als gepflegter Platz mit Wasser, Ver- und Entsorgung direkt am kilometerlangen Sandstrand für 7 € pro Nacht. Da wir Solaranlagen auf dem Dach haben, sind wir nicht auf Stromanschlüsse angewiesen, können also durchaus einige Zeit ohne Einschränkungen stehen.

Schon während wir den Platz anfahren, ziehen dunkle Wolken am Himmel auf und es fängt an zu stürmen. Nach dem Abendessen öffnen sich die Schleusen. Allerdings kein Vergleich mit dem Weltuntergang, den wir in Grasse erlebt haben! Aber auch hier wie in Grasse dauert es nicht lange, bis sich alles wieder beruhigt hat. Nach Einbruch der Dunkelheit tröpfelt es nur noch leise vor sich hin. Morgen wird es bestimmt besser! Mit diesem Gedanken schlafen wir ruhig ein.

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Wir suchen Eier im Supermarkt, finden aber nur die Bioecke, in der ein Ei 50! Cent kostet. Liebling schnappt sich ein Ei, geht an die Bedientheke der Wurst und fragt dort die Verkäuferin mit Händen und Füßen und dem Wort „für Potenz“ *g*, wo die anderen Eier sind. Und siehe da, es geht nicht lange, kommt er mit einem 10er Pack an.

17.06.09 12. Tag

Morgens scheint eine strahlende Sonne am blauen Himmel durch unser Dachfenster herein. So macht Aufstehen richtig Spaß! Wir frühstücken draußen vor dem Womo. Kaum dass wir wieder alles aufgeräumt haben, bin ich auch schon im Meer. Weil es so schön ist, entschließen wir uns, den Aufenthalt zu verlängern und uns einen richtig faulen Tag zu machen.

Unsere Womonachbarn (hier stehen ungefähr 100 Mobile) kommen aus der Nähe von Düren. Man kommt ins Gespräch und versteht sich sehr gut. Die Unterschiede der Frau/Mann Sichtweisen werden mal wieder ausgiebig erörtert. Warum wollen Frauen auf ihren Tischen Tischdecken, wollen Kaffeemaschinen dabei haben und jeden Tag das Bett machen, auch wenn man abends wieder reingeht?!? Warum wollen Männer dafür aber lieber einen Schraubenzieher mehr dabei haben oder den Generator mitschleppen?!? Wir lachen sehr viel, gehen oft schwimmen, grillen zusammen und verbummeln entspannt diesen Tag. Genau das ist für mich Urlaub!!!


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Übrigens, so wird Baguette verkauft – ein kleines Stück Papier abgerissen, um die Mitte gewickelt, in die Hand gedrückt. Bei uns wär schon wieder der Lebensmittelkontrolldienst aktiv. Hier: Savoir vivre!


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