Freitag, 26. Juni 2009

17. und 18. Tag

22.06.09 17. Tag

Heute machen wir mit unseren lieben Bootsleuten Dorothea und Sigi und deren Hütehund Jenny einen Ausflug


Zuerst fahren wir nach Cap Réderis immer am Meer entlang. Von dieser Anhöhe hat man eine gigantische Aussicht über das Mittelmeer und auf die Pyrenäen. Der Wind ist so stark, dass man aufpassen muss, dass man nicht umgeweht wird.



Weiter geht’s nach Collioure an der Côte Vermeille, einem alten Fischerdorf mit einem malerischen Hafen. Dort steht die Kirche Notre-Dames-des-Anges aus dem 17.Jahrhundert, deren Glockenturm lange als Leuchtturm benutzt wurde und auch genauso aussieht. Der Hafen wird durch das imposante Château Royal in zwei Buchten geteilt und dieses überragt mit seinen trutzigen Mauern alles. Ein Teil der Königsburg ist zwischenzeitlich Kaserne. An uns vorbei laufen die armen Soldaten bei der Hitze in voller Montur und mit Marschgepäck im Laufschritt die Anhöhe hoch. Im Park der Königsburg stehen viele Feigenbäume, die voll mit Früchten hängen. Natürlich versuchen wir auch, ein paar zu pflücken









Die meisten Häuschen haben Fallrohre aus Keramik, die am offenen Auslauf mit Tierköpfen oder anderen Verzierungen versehen sind.



Viele Maler haben Collioure verewigt, darunter auch Matisse und Picasso, die sich immer wieder hier aufgehalten und gelebt haben.

Auf dem Heimweg schauen wir uns auch noch die Marina von Argèles-Plage an. Das Städtchen heben wir uns für einen anderen Tag auf, da mein Knie jeden weiteren Schritt verweigert.

Nachdem Wombl wieder auf seinem Platz steht, gibt es erstmal Kaffee und Schokohörnchen (Lieblings Schock des Tages: 10 abgepackte Hörnchen im Supermarkt für 4,10€!), anschließend ein erfrischendes Bad im Meer. Nachher gibt es noch Spaghetti Bolognese mit grünem Salat, dann kann der Abend ausklingen.

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Wir haben im Wombl eine Mutifunktionsschalttafel, die Wasser- und Stromversorgung überwacht, Innen- und Außentemperaturen anzeigt und noch so einige Features bereithält. Liebling hat gestern mal wieder daran herumgespielt, mit dem Ergebnis, dass ich um 6 Uhr heute morgen senkrecht im Bett hochschoss, weil mich ein ganz ungewohnter und noch nie gehörter Alarm aufschreckte. Er hatte den Wecker gestellt, natürlich völlig unbeabsichtigt…

23.06.09 18. Tag

Heute ist Markt in St. Cyprien. Der Wind hat etwas nachgelassen und nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg entlang des Strandes. Mit Liebling auf den Markt zu gehen, ist etwas frustrierend. „Komm mal her, schau mal!“ „Da kommen wir auf dem Rückweg wieder vorbei, dann kannst du immer noch schauen.“ Der Rückweg verläuft dann taktischerweise weit weg vorbei…

Ein paar Errungenschaften habe ich trotzdem gemacht: Ein Obstkorb mit klappbarem Gitter – wegen der schon öfters erwähnten Mücken *g*

Eine süße Badeshorts für Murkel

Eine tolle weiße, weite Hose aus Baumwolle

Ganz viel Obst!!!

Das 6. Paar Crocs (die Dinger sind einfach so bequem und ich kann mit meinen kaputten Gelenken einfach wunderbar damit laufen)

Zum Mittagessen mach ich uns einen Obstsalat aus Melone, Ananas, Aprikose, Nektarine, Feige und Apfel, angemacht mit etwas Sekt-Orange – absolut lecker!

Den Nachmittag verbringen wir mit unseren Boatpeople am Strand. Jenny, deren Hündin, ein Australian Shepard, hat uns zwischenzeitlich adoptiert und passt genau auf, dass auch niemand aus ihrer Herde verloren geht. Als richtiger Hütehund will sie ihre Schafe immer zusammen halten. Kaum geht morgens unsere Womotür auf, stürmt sie bellend, jaulend und winselnd vor lauter Freude herein und begrüßt uns. Selbst wenn wir nur im Meer schwimmen waren, könnte man meinen, wir waren eine ganze Woche weg.

Abends können wir, dank des abgeflauten Windes, mal wieder einen Abend mit einem Glas Rosé vor Wombl verbringen.

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Liebling ist mal wieder auf dem Spartrip. Der Münsterländer ist inzwischen ein richtig schottischer Schwabe. (Wir haben an einem runden Geburtstag von mir geheiratet, weil a) er eine Feier spart, b) er einen Blumenstrauß im Jahr spart und c) nie mehr den Hochzeitstag vergessen kann.) Er rechnet mir vor, wenn ich in Zukunft immer in der Firma dusche und auf Toilette gehe, sparen wir im Jahr ca. 100 €. Ich erwidere ihm darauf ganz ernsthaft: „Ok, das mach ich. Die Hundert Euro, die wir sparen, kann ich ja dann heute auf dem Markt gleich ausgeben.“

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