Montag, 24. August 2009

Was für ein WE!

Freitagmittag finden Brüderlein, Schwägerin und deren süße Enkelin den Weg zu uns auf den Platz. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich meinen Bruder das letzte Mal im Wasser gesehen habe, meine Schwägerin mit Sicherheit noch nie! Aber – da hat man eine Zwergin, die trotz blauer Lippen und Zähneklappern nicht mehr aus dem erfrischenden Nass will, und schon sind die Großeltern bereit, sich deswegen das Wasser bis zum Hals gehen zu lassen... *grinz* Natürlich will sie auch mit dem Boot raus – hier allerdings verweigert sich Schwägerin, was ihr dann den Spott des kleinen Engels einträgt: „Oma ist ein Angsthase!“

Besonders unser Womo und das drumrum hat es ihr angetan – unsere Betten sind eine ideale Spielwiese und 4 mal muss sie gaaaaanz dringend aufs Klo. Auch kochen und essen direkt am Bodenseeufer hat seinen Reiz. Mit einem „Ich komm wieder, und dann muss die Oma auch ins Boot!“ verabschiedet sie sich, als es langsam dunkel wird.

Samstag ist das Wetter nicht so besonders. Egal. Bei gutem Wetter kann jeder campen... *g*

Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir alle gegen Mittag auf einen großen Flohmarkt – unsere Freunde mit ihrem Oldie, der natürlich überall Aufsehen erregt.

Nicht lange, und unsere Männer setzen sich ab und ich kann mit M. in aller Ruhe die Stände begutachten. Ein paar nette Sache finden wir – und geben noch nicht einmal viel Geld aus...

Was wir allerdings wirklich brauchen, ist das:
Abends vor dem Womo, haben die Mücken die Ambitionen, uns stückchenweise zu verzehren. Jeder will mal testen, wie schnell er die Mücken zum knallen bringt. Natürlich auch, ob man selber eine gewischt kriegt. Eigentlich soll das beidseitig eingebaute Sicherheitsgitter das verhindern. Eigentlich. Außer man macht es wie Liebling und drückt mit Daumen und Zeigefinger so zu, dass diese sich berühren... Als er jaulend über die Zeltwiese hüpft, fällt mir spontan dieses Lied ein:

Ich back uns allen einen Zwiebelkuchen und bis tief in die Nacht sitzen wir vor dem Womo, lachen viel und genießen die herrliche Aussicht.

Über die anschließende Nacht breiten wir einen Mantel des Schweigens, oder, besser noch, eine luftdichte Folie... *kicher*

Sonntagmorgen haben wir wieder tollstes Wetter und genießen unser Frühstück unter blauem Himmel.

Liebling meckert schon den ganzen Morgen darüber, dass die Heckstützen am Womo längst nicht so gut sind, obwohl teurer, wie am alten. „Bei jedem Schritt wackelt das Auto wie ein Kuhschwanz – ich bau jetzt den Hydraulikheber drunter!“ Dann entdeckt er dreierlei: Die Heckstützen sind, oh Wunder, hochgeschraubt, am Wombl hängt eine Einladung für alle Kinder des Platzes zur Spielstunde mit Liebling – und unsere Freunde fallen vor ihrem Womo vor Lachen beinahe von ihren Stühlen!
Kaum sind diese etwas an den Strand gegangen, baut sich Liebling auf deren Womo seine eigene Aussichtsterrasse. Einen Tag, an dem die Zwei sich gegenseitig keine Streiche spielen, hab ich noch nie erlebt!

Mittags kommen Schwesterlein und Schwager. Obwohl es etwas windig ist und der See „Goschewella“ hat, fahren wir mit dem Boot raus - ich bin aber die einzigste, die draußen schwimmen geht. Nach der Rückkehr genießen wir leckeren, frischgebackenen Mirabellen- Schokoladenkuchen. Während die Männer spülen („In der Spülküche lernt man die nettesten Frauen kennen...“), spielen wir zwei Mädels wieder Rummikub.

Abends kochen und grillen wir zusammen. Für 6 Leute gibt es 3 Kilo Chilispätzle mit Zucchini, Paprika und Aubergine, Tomaten- und grünen Salat, dazu sechs Spieße, sechs Fleischzöpfe und ca. 20 verschiedene Würste. Unglaublich aber wahr: Nur ein paar Spätzle bleiben übrig. Dafür kann man uns anschließend nur noch rollen – zum tragen bräuchte man einen Kran...
Ein tolles WE geht mit viel Lachen, Kerzenschein, guten Getränken und Gesprächen viel zu schnell zu Ende.

Kommentare:

  1. Hm klingt ja nach einem super Wochenende. Jetzt hab ich Hunger auf Kuchen :-) und auf See und auf Grillen. :-)

    Und sagmal, warum habt ihr den eine Gieskanne mit Wasserhahn dran? Das lange Ding (der Rüssel= vorne an der Gieskanne, ist übrigens dafür da, um das Wasser aus eben jener zu entfernen. Da muss man keinen Hahn rantüteln :-D

    AntwortenLöschen
  2. da kann man ja neidisch werden :-) is ja wie ein kleiner urlaub euer wo-ende!
    und die spülerei ist männersache - gute aufteilung - hihi...

    AntwortenLöschen
  3. @desert Mit dem Rüssel an der Gießkanne füllt man Wasser in den Tank vom Womo. Wenn man fest aufgebaut ist, kann man zum Wasser tanken ja nicht wegfahren und die normalen Tüllen sin zu kurz.

    Der Wasserhahn ist genau dafür, wozu man einen Wasserhahn normal auch braucht: mal schnell die Hände abwaschen oder die Füße, wenn man aus dem Wasser kommt... *g* Liebling sollte sich seine Erfindungen mal patentieren lassen *grinz*

    @bluhnah die Aufteilung find ich auch super - und da alle Frauen anscheinend so denken, gibts kaum mehr Frauen in der Spülküche...
    //*grinst diabolisch

    AntwortenLöschen