Dienstag, 13. Oktober 2009

Zwiebelkuchen! Mmmmh! Lecker!

Gestern gab’s das Nachträglichgeburtstagsessen für meinen Kleinen: Original schwäbischer Zwiebelkuchen und Suser.

Für ein Blech benötigt man für den Teig:
400 g Mehl
ein Päckchen Hefe
50 g Butter/Butterschmalz, alternativ auch Öl oder halb/halb
¼ l Milch
1 Ei
eine Prise Salz

Für den Belag
4 Kilo Zwiebeln (ich mag den Belag dick, 2 Kilo für den, der es dünner mag)
250 g Speck/Schinkenwürfel
50 g Butter/Butterschmalz
etwas Weißwein
4 Eier
2 Becher saure Sahne
Salz, Pfeffer
nach Gusto Kümmel und/oder Kreuzkümmel

Erst das Mehl in die Schüssel geben, in die Mitte eine Kuhle machen, darin die Hefe mit der Hälfte der lauwarmen Milch anrühren.
Zugedeckt an einem warmen Ort etwa 20 Minuten gehen lassen.

Butter/Öl in der restlichen Milch erwärmen und mit den anderen Zutaten über den Vorteig geben und zu einem glatten Teig schlagen, der sich vom Schüsselrand löst. Weitere 1 ½ Stunden gehen lassen.

Die Zwiebel schälen und in Scheiben schneiden (oder schneiden lassen: entweder vom heulresistenten Partner oder einer schneller arbeitenden Küchenmaschine. Ich bevorzuge Variante 2... *g*).

In einer Großraumpfanne Butter erhitzen und die Speckwürfel auslassen. Zwiebel zugeben und in kleiner Hitze mit einem Schuss Weißwein weich dämpfen. Temperatur wieder hochdrehen, Eier zugeben und unter leichtem Rühren stocken lassen. Mit Salz, Pfeffer und Kümmel (soll die unangenehmen, einsam machenden Nebenwirkungen etwas lindern...) abschmecken. Vom Herd nehmen.

Den Teig aus der Schüssel nehmen und ausrollen. Backblech fetten und den Teig darauf legen.

In die Zwiebelmasse 2 Becher saure Sahne rühren. Diese auf den Teig geben und gleichmäßig verteilen.

Im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene bei 180° C 30 Minuten backen.
Und dann: Genießen!
Mein Kleiner hat gestern nur 3 Stücke geschafft...

Die Flatulenz-Nebenwirkungen hielten sich – gestern - in Grenzen. Heute bin ich froh, dass ich alleine im Büro sitze. Meine Mitesser möchte ich allerdings auch nicht im selben Raum haben.

Hab auch eben die Erfahrung gemacht, dass die Zwiebeln einem zweimal die Tränen in die Augen treiben können.

Nützlicher und gut gemeinter Tipp: Bitte kein Feuer und entzündliche Materialien auf den stillen Ort mit nehmen oder dort lagern!

Kommentare:

  1. *grübel* das Ganze geht auch mit einer Hefebackmischung, oder? Der Liebste hat nächste Woche Nachtfahrt, vielleicht backe ich dann welchen... Zwiebelkuchen wollte ich schon immer mal probieren...

    AntwortenLöschen
  2. Mit Kümmel (ruhig reichlich) lassen sich Nebenwirkungen des Zwiebelkuchens minimieren. Ansonsten klingt das Rezept gut!

    AntwortenLöschen
  3. Hm, das sieht lecker aus und da hast Du mich auf eine gute Idee gebracht. Es ist schon eine Ewigkeit her, daß ich mal einen Zwiebelkuchen gebacken habe. Das wäre auch eine gute Gelegenheit mal wieder ein paar Freunde einzuladen.

    AntwortenLöschen
  4. ICH HATTE AUCH IM MÄRZ GEBURTSTAG UND HABE KEINEN ZWIEBELKUCHEN VON DIR BEKOMMEN!!!!HEEEEUUUUUUUUUUUUUL!!!

    //*bettelt um ein-zwei-drei Stück

    Bin doch auch alleine im Büro :-)))

    AntwortenLöschen
  5. Nachtrag:
    Ich nehm dann den mit Kümmel, denn außer Petersilie HASSE ich auch noch Kreuzkümmel..*bäääh* schmeckt wie Schweißgeruch.. *schüttel*

    AntwortenLöschen
  6. @engel Klaro geht das auch mit Hefebackmischung. Sollte halt kein Zucker drin sein

    @pottkieker sie SOLLTEN sich minimieren lassen - so ganz klappts nicht... *g*

    @michaela jep! Und im Kaufland in der Kühltheke gibts Suser in allen Farben dazu!

    @schätzle Ein Stück ist noch da, wenn du möchtest. Das andere hat grad SchwieTo noch mitgenommen. Etwas Kreuzkümmel ist aber auch drin, schmeckt aber nicht raus.

    btw. Kuchen hab ich dir auch schon gebacken. Jaaa.

    AntwortenLöschen
  7. Hallo Michaela

    das schaut ja lecker aus. Mjammi

    Hab ich noch nie versucht. Was ist denn Suser??

    LG

    Su die auf Schnee wartet

    AntwortenLöschen
  8. @su Du kennst keinen Suser? Federweißer? Neuer Wein?

    Noch nicht bzw. noch nicht ganz vergorener Traubensaft - schmeckt umwerfend zum Zwiebelkuchen und gehört einfach zusammen. so wie Dick und Doof oder Maja und Willi oder...

    Schnee???! Bitte nicht! Ich will Sonne! Heiß! Meer! Anderer Breitengrad!

    GRüße aus dem Regen

    Micha

    AntwortenLöschen
  9. das is doch ein haufen arbeit, ich kauf mir ab und zu beim bäcker 1 stück und mach in der micro warm
    *nasezuheb* :-)))

    AntwortenLöschen
  10. @eva klar ist es viel Arbeit, aber das Egebnis lohnt.

    In der Mikro wird der Boden so labbrig - gestern mit dem Rest erlebt. Schmeckt frisch einfach besser... mjammm

    AntwortenLöschen
  11. Huhu Michaela :)

    Freund Wiki hilft. Suser kenn ich nicht, aber dafür Sturm. Kriegen wir öfter mal vom Nachbarn, der hat nen Weingarten ;)

    (aus wiki: Abhängig von der Region variieren die Bezeichnungen, die häufig Bezug nehmen auf empfundene Begleiterscheinungen wie das Prickeln auf der Zunge oder das Sausen im Kopf und im Verdauungsbereich. In Teilen Südwestdeutschlands, in der Schweiz und in Südtirol heißt er Suser oder Sauser, in Rheinhessen wird er Rauscher, in der Pfalz meist Najer Woi („Neuer Wein“) oder Bitzler genannt. In Franken werden die ersten, noch süßen Gärstufen als Bremser bezeichnet. In Österreich nennt man ihn Sturm, als Staubiger wird dort der junge durchgegorene, aber noch unfiltrierte und deswegen trübe Wein bezeichnet. Andere Bezeichnungen sind Krätzer oder Neuer Süßer, in Südtirol auch einfach Noier („Neuer“), auf Italienisch Vino Nuovo („Neuer Wein“). In Tschechien sagt man Burčák (gespr. Burtschaak) und im Luxemburgischen Fiederweissen.)

    ;)

    LG

    Su (ohne schnee bei 2 grad)

    AntwortenLöschen